Warum Rohstoffaktien ganz besondere Chancen bieten
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 9. September 2008, 18:36 Uhr
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Liebe Leserin, lieber Leser,
wie versprochen, werden wir uns heute noch einmal dem Thema zuwenden, warum es sinnvoll sein kann, in Rohstoffaktien statt in Rohstoffe selbst zu investieren. Aktuell sehen wir einen Ausverkauf in den Rohstoffen und deren Aktien, der seinesgleichen sucht. Das macht es dem Investor schwer, über diese kurzfristige Krise hinauszusehen, die an den Finanzmärkten erzeugt wurde. Doch die Rohstoffhausse ist damit nicht beendet, dafür spricht allein schon die demographische Entwicklung einer langfristig steigenden Weltbevölkerung.
Abgesehen davon, dass bei dem aktuellen Ausverkauf sämtlicher Rohstoffanlagen die Rohstoffe selbst besser zu shorten sind, weil es auf sie einfach viel mehr für den normalen Privatinvestor handelbare Derivate gibt, bieten dem langfristigen Investor in einer Rohstoffhausse ausgewählte Aktien erweiterte Chancen.
Unterschätzen Sie in Zeiten der Finanzkrise das Emittentenrisiko nicht
Zusätzlich kauft sich zur Zeit der Trader von Rohstoffderivaten ein Risiko ein, das eine Anlage in Aktien nicht beinhaltet: Das Emittentenrisiko. Bei jedem Zertifikat, Hebelinstrument oder Optionsschein müssen Sie sich darüber im klaren sein, dass der Emittent dieser Anlage pleite gehen kann. Dann gehen die Anleger in den Instrumenten leer aus, denn diese sind Schuldverschreibungen, die bei einer Insolvenz nicht gesichert sind. Angesichts der 11. Bank, die inzwischen Pleite ist, ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Setzen Sie auf solche Derivate-Spekulationen aktuell also bitte nur geringe Summen ein und beachten Sie vor allem die Bonität des Emittenten.
Aktien haben bei Problemen immer noch ihren Zerschlagungswert
Natürlich können auch Aktien in die Insolvenz schlittern. Gerade steht ein mittelgroßer Goldproduzent in den USA am Rande derselben, weil er eine Verarbeitungsanlage übernommen hat, die sich im Nachhinein wegen Umweltschutzproblemen als Millionengrab herausstellt. Doch damit ist die Aktie nicht komplett wertlos, sondern es gibt nach wie vor einen Zerschlagungswert. Dieser setzt sich aus den Rohstoffen im Boden, Maschinen, Verarbeitungsanlagen und Minen zusammen. Anleger werden hier also nicht komplett leer ausgehen.
Die Bewertungen sind aktuell extrem
Gerade im Augenblick gibt es eine Menge Rohstoffaktien, die deutlich unter ihrem inneren Wert gehandelt werden. Goldexplorer werden zum Teil nur noch mit 10 USD je Unze im Boden oder weniger bewertet. In den vergangenen Jahren wurden bei Übernahmen jedoch bis zu 100 USD je Unze bezahlt, als langfristiger Mittelwert gelten 50 USD je Unze. Bei anderen Rohstoffen wie z.B. den Industriemetallen sind die Relationen zum Teil noch krasser.
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