Warum man auch in einer Deflation Gold kaufen sollte
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 14. September 2011, 07:30 Uhr
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Derzeit glaube ich, dass Aktien UND Gold fallen. Aber was weiß ich schon?
Die Rolle der Märkte ist es, die Analysten wie Idioten aussehen zu lassen. Deshalb muss ein Analyst vorsichtig sein. Er sollte mit seinen Prognosen nicht zu präzise werden. Er kann sagen, in welche Richtung es gehen sollte, oder wann. Aber nicht beides.
Wenn ich Ihnen sagen "die Aktien werden steigen", dann werde ich irgendwann Recht haben - wenn wir nur lange genug warten!
Und wenn ich sage "Gold wird im Herbst ein neues Topp erreichen", dann habe ich auch genug Spielraum. Denn in diesem Zeitraum ist das durchaus wahrscheinlich. Nun, ich habe keinen Grund, mich abzusichern. Denn für meine Meinung zahlen Sie nichts.
Seit 11 Jahren schreibe ich: Kaufen Sie Gold. Das war ein guter Rat. Gold ist gestiegen...mehr als andere Anlagen. Und jetzt, was sage ich jetzt? Ich rate Ihnen immer noch, Gold zu kaufen. Gold ist das einzige wahre Geld. Es ist seit Tausenden von Jahren als Geld genutzt worden. Und es wird wahrscheinlich auch noch Tausende Jahre so bleiben. Zumindest habe ich die Ansicht, dass es noch länger als das heutige Papiergeld als Wertaufbewahrungsmittel dienen wird.
Und dennoch könnte das System uns überraschen. Wie ein alter Kühlschrank; der kann auch erheblich länger in Betrieb bleiben, als wir denken, dass er das sollte.
Habe ich erklärt, warum? Nun, hier ist nochmal die Erklärung:
Wir sind in einer "Großen Korrektur". Diese Korrektur hat viele Hinweise darauf gegeben, dass sie lange andauern wird - so wie in Japan.
Wir sind also in einer Zeit, in der die Fed und die Regierungen Maßnahmen ergreifen, um die Korrektur zu bekämpfen. Aber hier ist das, was passiert ist: Das hat nicht geklappt. Die Entscheidungsträger haben in den Wind gesprochen. Aber dem Wind ist das egal; die Korrektur geht weiter. Sie müssen nur die Schlagzeilen lesen. Das Konsumentenvertrauen geht zurück. Die Immobilienpreise fallen in den USA weiterhin. Die Zahl der Leute, die von Lebensmittelmarken abhängig ist, steigt.
Das ist eine fundamental deflationäre Volkswirtschaft, mit der wir es in den USA zu tun haben. Es ist keine inflationäre Volkswirtschaft. Es ist keine Volkswirtschaft, die das "leichte Geld" der Fed nimmt und es in Konsumnachfrage umwandelt. Das ist keine Volkswirtschaft, die sich Geld von den Banken leiht und neue Arbeitsplätze schafft. Die Fed hat es nicht geschafft, die Stimmung zu kreieren, die man braucht, damit die Inflation steigt. Sie haben alles versucht. Es hat nicht funktioniert.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (14.09. 2011 11:57 Uhr):
Was ist der große Unterschied zur 20-jährigen japanischen Deflation? Die Japaner haben eine leistungsfähige Industrie, d.h. sie haben auch nach 20 Jahren (noch etwas) Kredit und eine positive Leistungsbilanz. Die Industrie der USA ist ein armseliger Rest einstiger Größe, die Industrie der südlichen EU-Peripherie ist abgesehen von Italien nicht vorhanden. Wie sollen die USA und die PIIGS eine 20-jährige Deflation durchhalten? Die Antwort lautet: Gar nicht! Sie werden wohl wesentlich früher aufgeben müssen. Enweder durch Hyperinflation (eher unwahrscheinlich) oder durch Bankrott (eher wahrscheinlich).
Antworten - Kommentar von Rejhons Franc C (14.09. 2011 13:37 Uhr):
Ich stimme ihnen auf ganzer Linie zu. Eine seriöse Vorhersage ist derzeit nicht zu treffen. Allerdings frage ich mich, wie sich die Situation jetzt neu entwickeln wird, wenn das chinesische Angebot in Europa angenommen wird. Ich habe ehrlich gesagt Angst um unsere westliche Wirtschaft, vor dieser chinesischen Entwicklung.
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