Warum ist es nun so wichtig, den Unterschied zu kennen?
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 3. Februar 2012, 16:00 Uhr
ENL5454
Nun, der Performanceindex DAX eignet sich gut als Benchmark, also als Messlatte, wie gut oder schlecht ein Vermögensverwalter gearbeitet hat. Der Fondsmanager/Vermögensverwalter wird häufig einen Teil seines Gehalts, Honorars, Prämie oder seiner Bonifikation in Abhängigkeit vom Erfolg seiner Anlagestrategie verdienen. Vermögende Privatkunden vereinbaren nicht selten mit Ihren Vermögensverwaltern einen Kursindex als Benchmark, weil Dividendenzahlungen dann außen vor bleiben.
Die Frage, ob bei einem längerfristigen Vergleich zwischen Dow Jones und DAX auch der DAX-Kursindex genommen werden sollte, spaltet die Gemüter. Diejenigen unter den Analysten, die sehr genau hinsehen, vergleichen den Kursindex Dow Jones (gleichgewichteter Kursindex, korrekte Bezeichnung deswegen Dow Jones Average) mit dem DAX-Kursindex und nicht mit dem DAX-Performanceindex. Im Chart habe ich Ihnen beide DAX-Varianten gegenübergestellt. Der Zeitraum beträgt lediglich drei Jahre von 2008 bis heute. Der Performance DAX hat in dieser Zeit ein Plus von 26 Prozent gemacht. Der DAX-Kursindex dagegen nur von 13 Prozent. Die Differenz besteht aus Dividendenzuflüssen und Zinseszinseffekten durch Wiederanlage der Dividenden.
Fazit: Die meisten Finanzprodukte die auf den DAX angeboten werden basieren auf den Performance-DAX. Bei Derivaten dier sich auf CAC, Dow oder Stoxx beziehen sind es meistens die Kursindizes weshalb Sie genau hinschauen und sich beraten lassen sollten. Damit Sie wissen was Sie was Sie wirklich im Depot haben und nicht überrascht sind wenn Ihre Anlage- und Hebelprodukte nicht so laufen sollten, wie Sie es sich vorgestellt haben.
Viel Erfolg am Markt
Jürgen Nowacki
Coach Trading & Sales
Zum ersten Teil von: Kurs- und Performanceindex unter die Lupe genommen
