Warum Investoren rot werden
Addison Wiggin in Investors Daily
vom 13. Dezember 2005 18:00 Uhr
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*** Nur zum Spaß ... ich stelle hier eine der Möglichkeiten auf, wie Schulden und Defizitausgaben vielleicht doch bald etwas ausmachen könnten.
Das Levy Institute schätzt, dass der Betrag, den wir dem Ausland schuldig sind, bis 2008 die acht Billionen Dollargrenze erreicht hat. Wenn wir diese Schulden zurückzahlen WÜRDEN, dann müssten sechs von acht Dollar, die in den USA erwirtschaftet werden, bezahlt werden, um die Kredite in Übersee zu bezahlen. Wegen der globalisierten Märkte ist es das erste Mal in der Geschichte, dass die fremden Anleger und Regierungen einen größeren Anteil der Schulden besitzen, als die amerikanische Regierung. Damit liegen die amerikanischen Finanzinteressen in den Händen von Entscheidungsbevollmächtigten, die nicht notwendigerweise amerikanische Interessen im Sinn haben, wenn sie Entscheidungen treffen.
"Was können die Zuhörer dagegen tun", wollte Mr. Goyette im Radio wissen. Bei den gegenwärtigen Sätzen ... nicht viel. Werden Sie Ihre Schulden so bald wie möglich los. Steigern Sie Ihre Ersparnisse. Verlassen Sie sich nicht auf den gegenwärtigen Wert Ihres Hauses, wenn es um Ihre Altersabsicherung geht. Kaufen Sie Gold.
Und abgesehen davon sollten Sie die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft in der Hand haben – das werden Ihnen Washington und die Wallstreet nicht abnehmen.
*** "Ein enger Freund von mir, Ray, arbeitet am anderen Ende der Straße bei T. Rowe Price in Baltimore", erzählte mir ein Kollege vor kurzem.
"Gestern, beim Abendessen, hat er mir von etwas erzählt, das sich vor einigen Jahren ereignete. Ray war bei einer Anlegerkonferenz in Chicago. Einige der obersten Investmentbanker und Finanzanalysten waren auch anwesend."
"Um neun Uhr früh versammelten sich alle Vertreter zum Frühstück im großen Saal. Ray schob seinen Stuhl zurück und setzte sich neben einen Mann mit einer rosa Krawatte. Der Mann hatte braune Haare, die nach links gekämmt waren und einen sehr gepflegten Bart."
"Ray und dieser Mann fingen an, sich zu unterhalten. Wie alle Leute aus der Finanzwelt sprachen sie über die Wirtschaft, über Zinssätze, Immobilien, die Ertragskurven und Alan Greenspans Geldpolitik. Ray hatte eine gute Zeit und es war eine anregende Unterhaltung."
"Nach dem Frühstück stand Ray auf, um zu gehen. Da fiel ihm auf, dass er sich gar nicht vorgestellt hatte."
"'Ich bin Ray von T. Rowe Price's' sagte er und hielt seine Hand hin."
"'Bill Gross', antwortete der Mann lächelnd."
"Ray wird immer noch rot, wenn er daran denkt. Gestern Abend hat er sich noch einmal an das Ereignis erinnert. 'Ich habe mit Bill Gross GEFRÜHSTÜCKT und es nicht gewusst!' Dann hat er es noch einmal anders formuliert: 'Ich habe mit BILL GROSS gefrühstückt und es nicht gewusst!'"
"Ich finde, dass beide Versionen gleich peinlich klingen."
"Bill Gross mag ein bescheidener Mann sein, aber er ist auch einer der klügsten Investoren. Und wenn es darum geht, makroökonomische Trends aufzuspüren, dann kann ihm kaum jemand das Wasser reichen. Er ist der Vorsitzende von PIMCO Bonds und wird oft als 'Warren Buffet der Anleihen' bezeichnet. Sein Fund, der PIMCO Total Return Fund, hat 95 % seiner Entsprechungen in diesem Jahr geschlagen. Und durch diesen Fund verwaltet er einen Pool von Vermögenswerten im Wert von 88 Milliarden Dollar."
Bill hat vor kurzem eine wichtige Vorhersage gemacht: "Die Immobilienpreise werden sich bald abkühlen, sie werden aufhören, weiter stark anzusteigen, sie werden in manchen Städten sogar sinken, wenn:
1. Die Zinssätze so stark ansteigen, dass der Kauf für die, die zum ersten Mal ein Haus kaufen, eher zu einer Belastung als zu einem Segen wird.
2. Wenn milder Regulationsdruck anfängt, die Menge des leichtfertig verliehenen Geldes einzuschränken.
3. Wenn die Spekulanten anfangen, den Anfang vom Ende zu erahnen.
"Ich muss dazu aber sagen, dass die oben erwähnten Faktoren kaum in Frage zu stellen sind, dass sie sogar fast unvermeidlich eintreffen werden, dass sie zu 99 % sicher sind."