Warum ich an der Tea Party in Chicago nicht teilnehmen werde
Dave Gonigam in Traders Daily
vom 25. Februar 2009, 12:00 Uhr
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Rick Santelli ist ein Idiot.
Es tut mir weh, das so sagen zu müssen. Ich hätte mir seine beliebte Wutrede [The Rant of the Year] bei CNBC so gerne als Video angesehen und dann gesagt „Hört!, Hört!", aber ich schaffe es nicht, mich dazu aufzuraffen.
Es ist nicht so, dass ich seiner Gegenwehr gegen Obamas Immobilienplan widersprechen wollte. Absolut nicht. Verantwortungsbewusste Hausbesitzer, die eine ordentliche Anzahlung für eine Hypothek mit festen Zinssätzen über 30 Jahre gezahlt haben, sollten nicht diejenigen retten müssen, die mehr Haus gekauft haben, als sie sich leisten können.
Aber ich werde an der „Chicago Tea Party", die er in diesem Jahr wahrscheinlich plant, nicht teilnehmen.
Santelli ist direkt in die Falle getappt, eine von der ich zu sagen wage, dass sie von den Gehilfen Obamas, David Axelrod und Rahm Emanuel klug gestellt wurde.
Trotz all der verbreiteten Unterstützung die „The Rant" für Santelli einbrachte, hat sich auch eine Gegenbewegung entwickelt. „Als ich Rick Santellis beleidigende Hetzrede auf Kosten des amerikanischen Volkes hörte, stellte ich fest, dass diese Burschenschaftler an der Wall Street es immer noch nicht gerafft haben", schreibt John Amato in der Huffington Post, und spiegelt damit einen großen Teil der Meinungen in den Blogs. „Amerika stehen die Vermögen, die sie aus dem System heraus für sich angehäuft haben, bis zum Hals. Jetzt müssen sich die Leute auch noch Vorträge von denen anhören, die mehr Geld verdienen als 100 Arbeiter der Mittelschicht zusammen."
Es ist ziemlich schwierig, darauf eine Antwort zu finden - es sei denn Sie sind wirklich gegen die Rettungsaktionen für die Wall Street und stellen damit ihren guten Glauben in das Laissez-Faire unter Beweis.
Aber soweit ich sagen kann, greift Santelli mit seiner Maßnahme viel zu kurz. Wo sind die Videos auf YouTube, in denen er die Steuerzahler zu einer Revolte auffordert, wenn die Banken gerettet werden. Er ist ein ausreichend vielseitiger Redner und er hat mit Sicherheit diejenigen in den Schatten gestellt, von denen wir wissen, dass sie die Bankenrettungen kritisiert haben, wie z.B. Peter Schiff, Jim Rogers und Marc Faber.
Und so muss Santelli feststellen, dass er in der Klemme steckt - Milliarden für die Banker, aber nicht einen Cent für die Hausbesitzer. Das ist schwer, da wieder herauszukommen. Und dann bringt Chris Matthews Santelli dazu zuzugeben, dass er McCain gewählt hat, der sich wie Obama für TARP I ausgesprochen hat. Und damit sieht diese Schmährede jetzt weniger wie ein mutiges Einsetzen für die persönliche Verantwortung und mehr wie die Sache eines Partisanen aus, rotes Fleisch für die Red States [d.h. für die Staaten, die die Republikaner wählen.]
Und genau so ist es vom Weißen Haus geplant. Obama hat sein Immobilienprogramm bis mehr als eine Woche nachdem Tim Geithner die TARP II Nummer enthüllt hat nicht angekündigt. Die Banker haben ihre Rettung zuerst bekommen. Und jeder, der sich an dieser Stelle wehrte und sich dagegen ausgesprochen hat, den „kleinen Leuten" zu helfen, ohne sich vorher dagegen ausgesprochen zu haben, den großen Jungs zu helfen, konnte als grausam und herzlos angeprangert werden. (Ungeachtet der Tatsache, dass eine Einschränkung der monatlichen Zahlungen lediglich dazu führen wird, dass die Hausbesitzer noch stärker am Rockzipfel der Kreditgeber hängen. Also bekommen die Banker auch diesmal wieder ihren Anteil. Das tun sie immer.)
„Chicago Tea Party?" Bitte, Santelli beleidigt damit die Erinnerung an Samuel Adams.