Warum hält das Ausland noch den Dollar?
Bill Bonner, Kapitalschutz Akte vom 07.11.2008 07:30
ENL5292
Gleichgültig wer der nächste Präsident wird, Amerika steckt in großen Schwierigkeiten", schrieb Ben Traynor vor der Wahl. Es wird schwer werden, den Forderungen zu widerstehen, die Zollbarrieren zu erhöhen und die heimischen Stellen vor dem Wettbewerb aus dem Ausland zu schützen. Ein schwacher Dollar könnte den amerikanischen Exporten ein wenig helfen... aber die Vereinigten Staaten sitzen fest.
Wenn der Dollar zu sehr fällt, dann werden die Dollarbesitzer im Ausland (z.B. China und die ölreichen Golfstaaten) anfangen, den Dollar fallen zu lassen. Die Vereinigten Staaten profitieren davon, die Weltreservewährung auszugeben. Solch ein Schritt könnte das aber in Gefahr bringen.
Was werden die Vereinigten Staaten also tun? Sie könnten eine strenge Dollarpolitik verfolgen... aber das würde die Exporteure und den Stellenmarkt schwer treffen. Die Folge ist also, dass einige helle Köpfe anfangen werden, die Werbetrommel für den Protektionismus zu rühren."
Diese ausländischen Dollarbesitzer können erkennen, dass die Fundamente dieser Währung schwach sind. Sie sitzen auf all diesem Geld, dessen Wert in den Händen einer monetären Autorität (der amerikanischen Zentralbank) liegt, und einer Regierung, deren einzige Sorge ist, einen Abwärtstrend zu verhindern. Die Zentralbank hat die Zinssätze in den Boden gestampft und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Druckerpressen sehr bald in den Schnellgang geschaltet werden."
Warum machen die ausländischen Dollarbesitzer bei diesem Spiel überhaupt noch mit? Weil es, so wie die Sache steht, immer noch in ihrem Interesse ist, das zu tun. Warum sollten sie ein Land gegen sich aufbringen, mit dem sie so viele Geschäfte machen? Warum sollten sie ihre besten Kunden in die Verarmung treiben?"
Bringt man jetzt aber Protektionismus ins Spiel, dann sieht das mit dem Anreiz gleich ganz anders aus. Und das gilt ganz besonders in dem Falle von Güterexporteuren wie China. Über Nacht wird der amerikanische Markt für sie dann weniger wichtig."
Wird das aber ausreichen, um das Gleichgewicht zu zerstören? Wird es ausreichen, die Motivation so sehr zu senken, dass sie aus dem Spiel aussteigen? Es ist schwer zu sagen... aber ich gehe davon aus, dass wir es bald herausfinden werden."
Das dicke Ende kommt erst noch!
Griechenland war nur die Blaupause für weitere Bankrotte mitten in der EU. Das Problem:
Deutsche Banken sind Hauptgläubiger in Griechenland! Darunter so „solide" Adressen wie die Hypo Real Estate (!) und mehrere Landesbanken.
Das nächste Land hat bislang noch keiner auf dem Radar (kein PIIGS-Land!). Obwohl seine Staatsanleihen „auf einem Bett aus Nitroglycerin" ruhen.
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