Warum Gold und Silber ganz besonders gute Aussichten haben
Andreas Lambrou (Gastbeitrag) in Rohstoff Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 27. Januar 2012, 20:45 Uhr
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Die physische Silberinvestmentnachfrage liegt nun etwa bei der Hälfte der Gesamtnachfrage. Die zweite Hälfte ist die Industrienachfrage. Da jedoch bis vor wenigen Jahren überhaupt niemand mit einer so enormen Silbernachfrage gerechnet hat und alle Schätzungen einzig und allein auf der Industrienachfrage beruhten, hat sich das Bild für den Silbermarkt enorm verbessert.
Silber wird mehr und mehr zu einem Investitions- und auch Spekulationsobjekt. Ich bin mir sicher, dass dies erheblich zu steigenden Kursen beitragen wird. Nach unten sehe ich beim Silber aktuell kein überhöhtes Risiko, da die physische Silbernachfrage in Form von Münzen - im Gegensatz zu den Käufen der Papiersilberanlagen - sehr robust ist und das gekaufte Material nicht kurzfristig wieder in den Markt verkauft werden wird.
Auch Eric Sprott hat vor einer Woche angekündigt, dass er für seinen physischen Silber ETF noch weitere 350 Mio. USD an Silber aufkaufen wird. Aufgrund der ohnehin geringen Verfügbarkeit von physischem Silber hat dies bereits am vergangenen Freitag zu einem deutlichen Kurssprung von +8% beim Silber geführt.
Obwohl Silber in Form von Papierzertifikaten theoretisch unbegrenzt verfügbar ist, bleibt die physische Ware extrem knapp und es reichen kleinste Käufe aus, um den Preis nach oben zu treiben. Es scheint so, als ob das Kartell der Leerverkäufer im Silbermarkt, welches höchstwahrscheinlich von der Großbank JP Morgan gestützt wird, nach und nach zusammenbricht und dies wird für eine Explosion beim Silberpreis sorgen.
Portfolio sollte vor allem auf Edelmetalle ausgerichtet sein
Obwohl die Aktien- und Rohstoffmärkte sich von ihrer technisch besten Seite zeigen, besteht weiterhin die akute Gefahr, dass die laufende Erholung, welche im Oktober begann, im Februar an Fahrt verliert und in eine erneute Abwärtsbewegung, die eine Fortsetzung der großen Korrekturbewegung wäre, umschlägt.
Für dieses Szenario sprechen die Schuldenprobleme der EU.
Dagegen sprechen die Liquiditätsausweitungen der Weltnotenbanken, vor allem der EZB.
Wir werden wohl abwarten müssen, welche Kraft an Oberhand gewinnt. So lange diese Unsicherheit besteht, ist es unerlässlich, an Gold- und Silber-Positionen festzuhalten.
Herzliche Grüße
Andreas Lambrou
Hinweis: Andreas Lambrou ist Chefredakteur des Börsenbriefs Rohstoff Investor, dem Investment-Dienst für hohe Gewinne mit Rohstoffen. Hier erhalten Sie weiterführende Informationen: Rohstoff Investor
Zum ersten Teil von: Rekordjahre für Gold und Silber?