Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom
Hmm, der DAX fällt, der Dow Jones fällt, die Aktienmärkte also insgesamt, da auch der Nikkei und viele andere Indizes fallen, der Ölpreis fällt, auch die Preise anderer Rohstoffe fallen, der Euro fällt.
Fällt alles wegen der schwachen Wirtschaft?
Handelt es sich also um Kursverluste aufgrund einer schwächeren Weltkonjunktur (Aktienmärkte weltweit fallen, Ölpreise fallen, Rohstoffpreise fallen), die insbesondere durch die Euro-Schuldenkrise (Euro fällt) verursacht wurde?
Müssten dann nicht eigentlich die Edelmetalle steigen, weil Sie doch immer als Investment gegen Krisen angepriesen wurden? Doch beim Blick auf den Chart fällt auf: auch Gold und Silber fallen.

(Quelle: Tradesignalonline.com) Gold und Silber, Candlestick-Charts, Tageskerzen
Fällt alles wegen einem krisenbedingten Liquiditätsbedarf?
Es fällt also auf, dass sich eigentlich so ziemlich alles im Rückwärtsgang befindet. (Außer der Bund Future, doch hier könnte man im Umkehrschluss angeben, dass die Umlaufrendite fällt.) Könnte es also vielmehr so sein, dass die Anleger (und hier insbesondere die Big Player) Liquiditätsbedarf haben und daher alles abstoßen müssen? Lautete nicht genau so auch das Argument eines Lesers zum fallenden Goldpreis, dass im Falle einer Verschärfung der Krise die Großanleger Positionen liquidieren müssen?
Fällt alles wegen dem Mai-Effekt?
Oder ist es vielleicht auch einfach kein Zufall, dass ich in fast jeden Chart eine senkrechte Linie eingezeichnet habe, die auch noch zufällig den 1. Mai markiert, an dem zufällig die Kursverluste begannen oder zunahmen? - Stichwort "sell in may and go away"!
Fällt alles wegen einer unglücklichen Mischung?
Vielleicht ist es auch eine Mischung aus allem: schwächelnde Konjunktur, Verschärfung der Krise (Neuwahlen in Griechenland), Liquidation von Positionen durch Großanleger, Rettung in den einzig verbliebenen sicheren Hafen Deutschland (Bund Future), Mai-Effekt.
Die Puzzlestücke fügen sich zusammen
Machen Sie sich einmal Ihre eigenen Gedanken dazu. (Und schreiben Sie mir doch einmal, welche Gründe Sie sehen!) Ich habe Ihnen heute einfach den Hinweis gegeben, dass derzeit alles im Abwärtstrend zu sein scheint. Und mit den Beiträgen, die sich hinter den vielen Verlinkungen im heutigen Text befinden, habe ich Ihnen die Gründe dafür auch längst geliefert. Ich denke, heute erkennt man vielleicht lediglich den Zusammenhang besser. Und es zeigt sich, dass es wichtig und vielleicht auch hilfreich sein kann, den Wave Daily regelmäßig zu lesen ;o)
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
- Kommentar von Edith Gebhardt
Wann hört der Bund Future auf zu steigen? Oder wie weit kann es noch hoch gehen?
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Guten Tag, Frau Gebhardt! - - - Die Übertreibung im Bund Future nimmt immer groteskere Züge an. Rein theoretisch kann es noch bis auf 160 weiter gehen. Dies halte ich jedoch für extrem unwahrscheinlich, da die Umlaufrendite dann bei 0% stehen würde. Kaum Vorstellbar. - - - Doch solange die Krise um Deutschland herum immer neu befeuert wird (Neuwahl in Griechenland, neuer Mann in Frankreich mit unkonkreten Plänen) wird der Bund Future weiterhin gesucht. - - - Ich bleibe dabei völlig ruhig und sitze die Sache einfach aus. Ein KGV von fast 80 im Rentenmarkt wird sich über kurz oder lang entladen und dann zu deutlich sinkenden Kursen führen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Manfred Erschfeld:
Ja, ich lese Wave Daily täglich und ich danke Ihnen für ihre wertvollen Informationen.
- Antwort von Sven Weisenhaus:
Guten Tag, Herr Erschfeld! - - - Freue mich sehr, von Ihnen zu lesen! - - - Viele Grüße und weiterhin viel Vergnügen - - - Sven Weisenhaus
- Kommentar von Klaus M
Na ja - haben wir das nicht schon mal zur Lehmann-Brüder Pleite gesehen. - Die Banken haben Geld bekommen und sollten das wohl diesmal anlegen in Staatsanleihen - wenn die nicht mehr bedient werden- sind die Banken "too big to Fehler machen" und werden gerettet - wenn nicht, gibt´s da ne ordentliche Marge zu verdienen. Die Anleger treten als Lemmingherde auf - alle rein, wenn es hochgeht und alles raus, wenn die Charttechnik es vorschreibt. Durch die Globalisierung laufen ja nun zusätzlich alle Volkswirtschaften im Gleichschritt - früher gab es da noch verscheidenen Zyklen in den Einzelnen Wirtschaftsräumen und Nachlaufmodelle (Deutschland so ca 3/4 Jahr hinter den USA) Dann gibt es da noch die tolle Idee der Beliebigkeit. Alles kann man imer in alles tauschen. Sachwerte ( wie Aktien, physisches Gold , Silber) in Wertverspechen ( wie Zertifikate, Turbo´s, CDF´s , Papiergold Papiersilber) und zurück ohne Kosten und Risiko - jederzeit. Nie muß man sich den Gläubiger ansehen, wenn der nicht zahlungsfähig ist, zahlt halt irgendeiner oder der Steuerzahler. Somit wundert es mich nicht , wenn die Amplitude größer wird. PS:Ich hab mich an Bill Bonner und Tom Firley gehalten und Gewinne obern mal mitgenommen.
Antworten- Kommentar von Rainer Seifert
Hallo Herr Weisenhaus. Der Hauptgrund, dass alles fällt, ist für mich: Angst essen Verstand auf", sofern er denn überhaupt für Geldanlagen vorhanden war. Es ist doch immer wieder erschreckend, wenn man sich in manchen Foren mit der totalen Ahnungslosigkeit vieler Anleger konfrontiert sieht. Wie auch sonst wäre es zu erklären, dass Staatsanleihen so gerne gekauft werden. Wenn da der Knall kommt wird die Frage sein, ob das Geld endlich vernünftig angelegt wird oder ob noch mehr davon auf dem Sparbuch landet. Ich fürchte beinahe das Letztere. Viele Grüße Rainer Seifert
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Guten Tag, Herr Seifert! - - - Kleinanleger, die sich in Foren engagieren, dürften derzeit wohl kaum zu den Staatsanleihenkäufern gehören, die an den Auktionen der Finanzagentur teilnehmen. Dies sind nahezu ausschließlich Großanleger wie Banken, Versicherungen und Pensionsfonds, die keine Alternativen finden, da Sie zum Teil "risikolos" anlegen müssen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus