Warum die FED die Aktienmärkte nicht alleine lassen kann
Profit Radar
vom 04. Dezember 2007 19:00 Uhr
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Der Grund, warum die US-Wirtschaft den New Economy-Crash und den 11. September so gut weggesteckt hat, war der boomende Immobilienmarkt. Der brachte den Menschen Gewinne, die einige Verluste am Aktienmarkt kompensierten. Aber was noch viel wichtiger war: Er gab den US-Bürgern Vertrauen, dass sie Geld haben werden, was den US-Konsum oben hielt.
Und jetzt muss es umgekehrt laufen. Jetzt muss der Aktienmarkt die Vermögensbildung der US-Bürger tragen bzw. das Gefühl schaffen: „Oh, ich verdiene ja Geld am Aktienmarkt. Der Dow Jones ist auf Rekordhoch und meine Aktienengagements gewinnen an Wert. Ich kaufe mir jetzt den neuen Flachbildfernseher.“ Der Aktienmarkt muss in den USA stehen, bis sich der Immobilienmarkt wieder beruhigt und einpendelt. Das ist der entscheidende Punkt. Die FED ist gezwungen den Aktienmarkt zu stützen und sie wird alles Notwendige dafür unternehmen.
Natürlich will die FED die Zinsen nicht senken, was schlecht für den US-Dollar ist. Aber sie wird es weiter tun, um den Aktienmarkt zu stützen, wenn es sein muss. Denn ob der US-Dollar nun noch mal 10% an Wert verliert ist für die US-Wirtschaft nicht so entscheidend wie ein Einbruch des Konsumverhaltens der US-Bürger. Wie lange diese unprognostizierbare Black-Box laufen wird, kann niemand sagen.
Deshalb wird sich eine US$-Stärke nur schwer am Markt umsetzen lassen. Eine elegante Lösung sind US-Aktien. Denn dann haben Sie eine doppelte Chance: Sie sind im Aktienmarkt investiert, wenn es noch mal nach oben geht. Und gleichzeitig haben Sie dann die Chance auf Währungsgewinne, wenn der US-Dollar ansteigt.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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