Warum 90% der Anleger beim Trading scheitern
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 8. November 2010, 16:00 Uhr
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Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Anleger ihr Geld an der Börse loswerden und wie schnell dies bei vielen geht.
Ursachen gibt es dafür wie Sand am Meer.
Zahlreiche "Hobby-Anleger" (nicht abwertend gemeint) wissen einfach nicht, was sie tun. Stattdessen sind sie von der Gier getrieben oder möchten sich mit ihrer Trading-Position ein wenig Hoffnung kaufen, endlich den ganz großen Gewinn einzufahren (von der Psychologie her ähnlich wie beim Lotto-Spielen), um vielleicht auch eine gewisse Unzufriedenheit mit ihrem jetzigen Leben bzw. ihrer finanziellen Situation auf irgendeine Weise zu kompensieren.
Andere Anleger wiederum haben einfach Spaß am "Zocken", aber verlieren früher oder später auch, da sie ihr Risiko nicht streng genug im Blick haben oder sich im Moment des "Spielens" dafür gar nicht mehr interessieren.
Eine weitere Gruppe bemüht sich, mittel- und längefristig erfolgreich zu agieren, scheitert jedoch trotzdem.
Und um diese soll es heute ein wenig genauer gehen.
Bereits beim Einstieg ist oftmals das Scheitern kaum mehr abzuwenden
Sie kennen den Spruch sicherlich: "Verluste immer kleinhalten an der Börse!". Doch leichter gesagt als getan?
So schwierig ist es eigentlich gar nicht.
Eines der wichtigsten Dinge bei jedem Trade ist der Einstieg und damit der Stopp, den Sie in Ihrem Trade einziehen. Der Stopp sollte zwei Kriterien erfüllen:
- Möglichst nahe am Einstieg
- Möglichst unwahrscheinlich, dass er getroffen wird
Punkt 1 ist natürlich sehr leicht zu erfüllen.
Wenn Sie eine Aktie für EUR 20.00 kaufen, bedarf es nicht viel intellektueller Leistung, um einen Stop auf EUR 19.99 zu setzen. Doch ich gehe mit Ihnen jede Wette ein, dass das Risiko sehr hoch ist, dass Sie innerhalb von Minuten sofort wieder aus der Position fliegen, denn damit ist eben Punkt 2 noch nicht erfüllt. Und genau hier beginnt dann auch der kunstvollere Teil.
Die Frage, die es zu lösen gilt ist:
Wie kann ich als Anleger dafür sorgen, dass die Chance, dass mein Stopp nicht getroffen wird, möglichst hoch ist - und das, ohne ihn dafür von meinem Einstieg zu sehr wegbewegen zu müssen?
Und genau hierin liegt auch der Grund, warum viele Anleger scheitern, denn zu oft wird dieser Punkt vernachlässigt.
Möglichkeiten, den eigenen Stopp "fester" zu gestalten
Sie alle kenne mit Sicherheit die gängigen Konzepte der technischen Analyse, wie z.B. Widerstände, Unterstützungen, etc.
Doch um einen Stop "fester" zu machen, gibt es noch weitaus mehr interessante Punkte, die Sie beachten können.
Drei davon, die Sie auch selbst relativ einfach umsetzen können, werde ich morgen hier bei Investoren Wissen näher vorstellen.