Warten auf EZB und US-Arbeitsmarktdaten
Axel Retz in DAX Daily
vom 07. Dezember 2006 08:30 Uhr
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Weder Nikolaus noch sein düsterer Begleiter zeigten sich gestern am deutschen Aktienmarkt: Heute tagt die EZB und morgen kommen die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten heraus. Da halten die Akteure lieber erst einmal still.
Aber was soll passieren? Die EZB wird den Leitzins heute um einen viertel Punkt anheben, ihre Wachsamkeit gegenüber der Inflation betonen und vermutlich auch vor den Risiken zu starker Lohnerhöhungen mahnen.
Etwas diffiziler wird es, wenn die US-Arbeitsmarktdaten schlechter als erwartet ausfallen. Das würde die Hoffnungen auf eine Zinssenkung weiter anfachen – und damit auch das Risiko einer fortgesetzten Dollarschwäche. Warten wir es ab.
Charttechnisch hat der gestrige Handelstag dem Dax keinerlei neuen Wegweiser zur Verfügung gestellt, was angesichts des gegenüber dem Vortag praktisch unveränderten Schlusskurses nicht verwundern kann. Der Kurs ist von unten bis fast an die zuvor durchbrochene Juli-Aufwärtstrendgerade und den jetzt seitwärts verlaufenden 20 Tage-GD vorgerückt.
Markttechnisch haben sich RSI und Money Flow-Indikator zuletzt leicht stabilisiert, notieren aber beide im neutralen Bereich. Und seitens der Vorgaben der internationalen Märkte gibt es wenig Verwertbares: Die Wall Street schloss knapp im Minus, Tokio legte heute morgen moderat zu.
FAZIT UND EMPFEHLUNG: Langfristig orientierten Anlegern hatte ich zuletzt wiederholt dazu geraten, sich im Dax unter Beachtung enger Stopps wieder auf der Callseite zu positionieren. Dieser Stoppkurs wurde unterschritten!
Kurzfristiger ausgerichtete Anleger sollten abwarten, bis die derzeitige, launische Schaukelbörse vorüber ist.
Kurzfristige Widerstände: 6.475, danach obere Begrenzung des März 2003-Haussekanals.
Kurzfristige Unterstützungen: 6.300, 6.160/6.140
Viel Erfolg!
Axel Retz
