Warten auf die US-Arbeitsmarktzahlen

in Investors Daily
vom


von unserem Korrespondenten Addison Wiggin in Paris, wieder bei der Arbeit nach einer Reise nach Mexiko ...

Eine Frage: Was soll man als Marktbeobachter tun? Gerade dann, wenn man sich freut, dass man ein paar große Trends gefunden hat – steigender Goldpreis; fallender Dollarpreis; die Kleinanleger geben sich am Aktienmarkt Illusionen hin –, und man dann für eine Woche zu einer Investmentkonferenz nach Mexiko fährt, dann bricht die Hölle aus ...


So steigt zum Beispiel – gegen alle Wahrscheinlichkeiten – der Dollar. Die Fundamentals sind heute nicht anders als am 18. Februar – und damals viel der Dollar gegenüber dem Euro auf ein historisches Tief bei 1,2928. Und die letzten Tage stieg der Dollar.

Wenn man nach Gründen dafür sucht, dann denke ich, dass ich die Devisenhändler flüstern höre: "Mittlerweile setzt jeder auf einen fallenden Dollar ... vielleicht ist es deshalb Zeit, auf einen steigenden Dollar zu setzen ..." Und weiter: "Die EZB wird am Donnerstag ihre Leitzinsen senken ... den Euro sollte man verkaufen."

Außerdem: "Als gestern US-Anleihen verkauft wurden, da zeigten sich keine japanischen Investoren. Sie könnten das Interesse an Dollarkäufen verlieren ... den Yen sollte man verkaufen."

Und so gewinnt der Dollar an Boden. Und plötzlich, nachdem ich in bisschen vom Elixier des Erfolgs genossen habe ... fühle ich mich ein bisschen angeduselt. Der Goldpreis ist gefallen, der Dollar gestiegen. Was wird heute passieren? Und Morgen? Ich bin mir nicht sicher ...

Aber auch der Aktienmarkt scheint keine Ahnung zu haben, man sieht derzeit keine klare Richtung. Nur eine gesunde Dosis von eindeutigen Nachrichten könnte zu einer klaren Richtung führen.

Und diese Woche stehen noch wichtige wirtschaftliche Nachrichten an. Besonders wichtig: Die neuesten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt.

Derzeit wird erwartet, dass im Februar 128.000 neue Jobs (ohne Agrarsektor) geschaffen worden sind (nach 112.000 Stellen Plus im Januar). Diese Zahl wäre natürlich eine Verbesserung, aber das wäre noch nicht einmal genug, um mit der "offiziellen" Einwanderung mithalten zu können. Deshalb wird die "offizielle" Arbeitslosenquote sogar steigen, auf voraussichtlich 5,7 %. Diese Zahl wird die Ökonomen, die das Mantra von Greenspan und Bernanke – "Es wird neue Jobs geben, es wird neue Jobs geben" – nachbeten, sicherlich kurz innehalten lassen.


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