Wann ich lieber auf „Freaks“ setze

Doug Casey in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
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von Doug Casey

Hier ist der Grund: Die meisten nennenswerten Minen und Ölvorkommen wurden von nur sehr wenigen Einzelpersonen entdeckt. Ich habe meine Karriere damit zugebracht, diesen Leuten zu folgen. Bin gereist, habe neben ihnen gegessen, sogar Poker gegen sie gespielt (tatsächlich beschäftig sich eine meiner Publikationen ausschließlich damit, wie man ihre Geschäftsvorhaben ausfindig machen kann.). Ich kann Ihnen deswegen sagen, sie als kompetent zu bezeichnen, käme einer Verleumdung gleich.


Diese Leute sind gnadenlos getrieben – sie schlafen oft in der Nacht nur wenige Stunden, zwischen der Arbeit an zahlreichen Projekten – und sie sind perfektionistische Studenten ihrer Wissenschaftszweige. Aber was das wichtigste ist, sie sind inspiriert, sie denken um Ecken. Sie gehören zur Sorte derer, die eher in einer Höhle sterben würden, als sich der Langeweile auszusetzen einige vergebliche Löcher auf einem suboptimalen Stück Land zu graben, in der Hoffnung ein wenig leichtes Geld aus dieser ungewaschenen Investitionen zu befördern. Sie kommen auf Ideen, die den meisten anderen Investoren selbst im Traum nicht eingefallen wären... und bei denen sie selbst wenn sie darauf gekommen wären, doch nie den Mut hätten, sie umzusetzen. Diese Art des einzigartigen Geschäftsmodells kann den Aktionären wirklich viel Geld einbringen.

Diese Profis sind Freaks, im besten Sinne des Wortes. Außenseiter am äußersten Ende der Glockekurve. Und vertun Sie sich nicht, sie bringen den wirklichen Wohlstand, der in diesem Bereich zusammenkommt.

Ich will Ihnen dafür einige Beispiele geben.

Einer meiner Liebsten ist Silver Wheaton (T.SLW), ein Unternehmen, das ich meinen Lesern schon im Februar empfohlen habe und das mir zu Spitzenzeiten Gewinne von 321% einbrachte. Ich will Ihnen eine Statistik über SLW zur Verfügung stellen, von der ich denke, dass sie das Geniale des Unternehmens ganz gut auf den Punkt bringt: Die Marktkapitalisierung liegt bei fast 2,5 Milliarden und doch gibt es nur sieben Vollzeitangestellte. Nur sieben. Das macht einen Wert von 350 Millionen auf jeden einzelnen Mitarbeiter.

Wie konnte SLW mit einer so kleinen Crea solche hohen Gewinne erwirtschaften? – Höher als die irgendeines anderen Minenunternehmens, bei dem dann tausende auf den Lohnlisten stehen. Hier ist die Erklärung: Das Unternehmen baut auf einer einzigartigen Strategie auf, die von Ian Telfer erdacht wurde, einem der hellsten Köpfe in der Bergbauindustrie.

Ian ist schon früh aufgefallen, dass wir einen steigenden Markt für Gold und Silber haben. Ihm ist auch aufgefallen, dass es zwar viele Möglichkeiten gibt, in Gold zu investieren, aber nur wenige Anlagemöglichkeiten ausschließlich für Silber. Warum? Weil Silber hauptsächlich als Nebenprodukt in der Förderung anderer Metalle anfällt, und nur wenige Unternehmen in erster Linie Silber fördern. Als das weiße Metall im vergangenen Mai Spitzenwerte erreichte, wurde SLW zu der Aktie, die die Investoren wollten, womit sich der Aktienpreis des Unternehmens kurzfristig verdoppelte.

Das wirklich geniale daran ist, dass Silver Wheaton überhaupt keinen Bergbau betreibt. – sie lassen andere die schwere Arbeit machen und sammeln nur die Schecks vom Verkauf des Silbers ein. Dadurch kommen sie auf diese geringen Angestelltenzahlen und die geringen Betriebskosten.

Als ich diesen Geschäftsplan sah, wusste ich, dass dieses Unternehmen ein gewaltiger Erfolg werden würde, obwohl es nur wenige gekritzelte Notizen auf einem Bogen Papier waren. Das gab mir die Zuversicht, mit der ich die Aktie dann kaufte, als sie billig war, und sie auch meinen Abonnenten schon früh empfahl, was die phänomenalen Gewinne möglich machte, die ich oben bereits erwähnt habe.

Im Öl- und Erdgassektor bin ich auf der Suche nach der gleichen Form dynamischen Denkens. Eines der besten Beispiele ist eine Micro-Cap Firma in Alberta, auf die ich vor kurzem gestoßen bin und die ich einigen meiner Leser empfohlen habe. Diese Gruppe produziert momentan nur sehr wenig und wird deswegen für fast nichts verkauft. Was sie jedoch zu bieten haben ist ein auffälliger Geschäftsplan, von dem ich glaube, dass er die Produktion in einem Maße ankurbeln wird, das den Markt wird Saltos schlagen lassen.

Und das geht so: Obwohl es in Alberta viel Öl und Gas gibt – und viele Unternehmen danach suchen – erlebt diese Gegend gerade eine Knappheit bei Ölplattformen. In einigen Fällen müssen die Geologen sechs Monate warten, ehe sie auf ihrem Land bohren können.

Das Problem ist, dass nicht alle Unternehmen so lange warten können. Einige sitzen auf einer Pacht, die auslaufen wird, wenn nicht ein Bohrturm gegraben wird, und das Land wird der Provinzregierung zurückgegeben. Managementteams werden in solchen Situationen oft leicht gereizt... und sind dann bereit, sich auf Geschäfte einzulassen.

Und hier kommt dieses dynamische Unternehmen ins Spiel. Die Gruppe wird von einem erfahrenen Mann vom Land geleitet, ein Typ, der jeden kennt, den man im Ölsektor kennen muss. Dieser Profi hat die Zusammenarbeit mit einem Chef einer Bohrfirma zusammengeschmiedet, - der heute der Vizepräsident des Unternehmens ist – wobei er den ersten Anspruch auf verschiedenen Bohrtürme hat. Das Team tritt jetzt an Unternehmen heran, deren Pachtverträge auslaufen und bietet diesem Unternehmen die Bohrer an... im Austausch gegen einen greifbaren Anteil an dem Land.

Mit diesem Modell war das Unternehmen in der Lage, hunderte von Bohrzielen zusammen zu sammeln... eine wirklich beeindruckende Sammlung für ein Unternehmen von dieser Größe. Und sie beeilen sich, wenn es um die Kapitalisierung geht. Jedes Mal wenn ich mit diesem Unternehmen spreche, sind weitere zehn Löcher gebohrt worden. Bislang hat man sich über die Ergebnisse ausgeschwiegen, aber ich gehe davon aus, dass sie bald etwas veröffentlichen, was zeigen wird, dass ihre Produktion einen Quantensprung gemacht hat. Die Aktien scheinen reif dafür zu sein, sich auf kurze Sicht zu verdoppeln – wenn nicht noch mehr. Ich kann hier den Namen nicht nennen, weil das gegenüber meinen Abonnenten nicht gerecht wäre, und weil die Marktkapitalisierung so klein ist, dass ein weit verbreitetes Kaufen dafür sorgen würde, dass sie durch das Dach jagt – doch es ist ein Unternehmen, dass ich in den nächsten Monaten noch genau verfolgen werde.

Nachdem ich mit diesen Geschäftsmodellen viel Geld gemacht habe, sehe ich keinen Grund mehr, meine Zeit und mein Geld an „kompetente“ Unternehmen zu verlieren. Ich bin ganz einfach nicht daran interessiert, mein Geld einem gut meinenden Krämer zu geben. Die einzige vernünftige Strategie ist, auf die Profis in den obersten Prozenten des Sektors zu setzen, diejenigen, die die Grenzen durchbrechen und die mit Strategien kommen, die uns fast garantiert große Gewinne bringen werden.


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