VW schwacher Absatz in USA erwartet
Jochen Steffens in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 26. November 2003 18:00 Uhr
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Wenn Sie den Investor's Daily schon länger lesen, kennen Sie meine Meinung zu VW. Volkswagen hat heute mitgeteilt, dass das Unternehmen in den USA im Jahr 2004 mit einem erheblichen Absatzrückgang rechnet. Begründet wird das mit der anhaltenden Rabattschlacht (an der sich VW nicht derart aggressiv beteiligt) und dem bevorstehenden Modellwechsel.
VW betonte, dass die Rabatte für Neuwagen nicht erhöht werden. Obwohl die VW Rabatte nur ein Drittel von dem betragen, was die Konkurrenz anbietet. Ich hatte im März bereits geschrieben, dass sich VW nach China orientiert und Amerika "fallen" lässt. In der weisen Voraussicht, sich nicht auf dem amerikanischen Markt aufzureiben. Deutlich kann man das an dem operative Gewinn in Nordamerika in den ersten 9 Monaten bis September erkennen. Der sackte um 99 % (!) auf 9 Mio. Euro von zuvor 1,18 Mrd. Euro. Ich denke das zeigt deutlich, was ich damals meinte.
Nach der heutigen Nachricht hätte die VW-Aktie eigentlich einbrechen müssen. Aber nach einem kurzen Kursrutsch um fast 2 % fing sich die Aktie und notierte gegen Mittag sogar wieder leicht im Plus. Offenbar gibt es genug Investoren, die meinen, dass die Strategie Marktführerschaft in China gegen Rabattschlacht in Amerika sich durchaus als sinnvoll erweisen wird.
Und nur so ist zu verstehen, dass sich die VW Aktie in diesem Jahr derart stark zeigte. Eigentlich schade, denn bei 30 Euro würde ich VW immer wieder ins Depot nehmen (sofern nicht irgendetwas Unvorhergesehenes geschieht.) Aber wer weiß wie sich die Märkte entwickeln ...
VW notiert unverändert bei 43,08 Euro.