Vulkan als Umweltsünder dingfest gemacht
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 07. März 2006 12:00 Uhr
ENL5454
Wissenschaftler vom deutschen Alfred Wegener Institut für Polar und Meeresforschung haben weitere schlechte Nachrichten enthüllt.
Methan aus der Tiefsee wird in größeren Mengen an die Atmosphäre freigegeben, als man dachte und es spielt darüber hinaus auch eine wichtigere Rolle bei der Klimaerwärmung.
Das Forscherteam hat herausgefunden, dass der Schlammvulkan Hakon Mosby, der zwischen Spitzbergen und Norwegen liegt, Methanblasen ausspuckt, die sich über tausend Meter unter der Oberfläche ausbreiten und er entlässt jedes Jahr mehrere hundert Tonnen Methan in die Atmosphäre.
Und das, nachdem Forscher vom Max Planck Institut für Kernphysik festgestellt hatten, dass Pflanzen eine entscheidende Rolle bei der Ausscheidung von Treibhausgasen spielen.
Berichte, denen zufolge die EU jetzt nach einem Weg sucht, Methangutscheine an diesen Vulkan auszustellen, wurden von unserem Korrespondenten nicht bestätigt.
*** Von Martin Denholm in Baltimore:
Als ich vergangenen Samstag ausgegangen war, traf ich einen australischen Typen mit einem irischen Rugby-Shirt. Vergangenen Dienstag tauchte ein walisischer Freund von mir in einem australischen T-Shirt auf. Was geht hier vor? Ich habe ein England-Shirt und es würde mir nie einfallen, die Farben eines anderen Landes anzuziehen.
Aber ich schweife ab ...
Tortz des Anstiegs um 2,7 % verglichen mit der gleichen Phase im Vorjahr, hat das Bruttoinlandsprodukt in Australien im vierten Quartal diejenigen enttäuscht, die mit etwas Aufregenderem gerechnet hatten. Der Anstieg um 0,5 % im Vergleich zum vorangegangenen Quartal fiel auch geringer aus, als die 0,7 %, die die Experten vorhergesagt hatten, was hauptsächlich an einem schwächer werdenden Immobilienmarkt und einigen schrecklichen Handelszahlen liegt.
Letzteres ist merkwürdig, wenn man bedenkt, dass es momentan bei den Rohstoffen einen gewaltigen Bullenmarkt gibt – sie zählen traditionell zu den Industriezweigen in Australien, die die besten Leistungen bringen. Aber selbst bei gewaltigen Preiszunahmen, beschnitten schlechte Exportleistungen das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 %.
Der Investitionsaufwand griff die Flaute im Laufe des Quartals auf, was weitere 0,7 % zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hinzufügte. Im Laufe der vergangenen drei Jahre jagte der Investitionsaufwand mit 14 % davon.
Die Haushaltsausgaben, die für fast Zweidrittel des gesamten Bruttoinlandsprodukts verantwortlich sind, stiegen um 0,7 % und fügten der Endsumme 0,4 % hinzu. Die Regierung hat auch ihren Teil dazu beigetragen, mit einer Ausgabenspitze von 2,7 % die mit 0,5 % zum Wachstum beitrug.
*** Von Australien aus mache ich mich nach Singapur auf, wo das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal seit dem vierten Quartal 2004 um 8,7 % anstieg. Das Bruttoinlandsprodukt des gesamten Jahres schoss um 6,4 % in die Höhe.
Wieder einmal haben Herstellungs- und Elektronikbereich die Wirtschaft nach Vorne getrieben. Die Produktion sprang in den vergangenen drei Monaten um 14 % während die Produktion im Elektronikbereich sowohl im November als auch im Dezember um 20 % anstieg.
Man geht davon aus, dass dieser Trend noch andauern wird, wenigstens noch in der ersten Hälfte dieses Jahres. Aber die Regierung hat eine eher breit angelegte Vorschau an den Mast gehängt, in dem es heißt, das Wachstum würde zwischen 4 % und 6 % ausklingen.