Vorteile von Hebelzertifikaten
Henrik Voigt in DAX Daily zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 3. Mai 2011, 08:30 Uhr
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nachdem ich Ihnen gestern mein bevorzugtes Handelsinstrument Hebelzertifikate vorgstellt hatte, möchte ich in meinem heutigen Beitrag kurz auf die Vorzüge dieser Instrumente gegenüber den vor allem bei Privatanlegern noch immer so beliebten Optionsscheinen eingehen.
1. Die Hebelzertifikate haben im Gegensatz zu Optionsscheinen (oft) eine unbegrenzte Laufzeit und keinerlei Zeitwertverlust. Damit lassen sich auch einmal längere Seitwärtsphasen ohne Verlust überstehen. Bei einem Optionsschein geht das, wenn überhaupt, nur mit einem Langläufer und (weit) im Geld, der dann aber wieder einen niedrigen Hebel hat.
2. Die Kursbildung bei den Zertifikaten ist wesentlich transparenter. Hier müssen Sie im Wesentlichen nur auf die Differenz von Basispreis (Finanzierungslevel) und aktuellem Kurs achten, während in den Optionsscheinkurs eine Vielzahl weiterer (auch etwas willkürlicher) Komponenten eingeht. Wie wollen Sie z.B. eine Veränderung der impliziten Volatilität nachvollziehen? Damit wird es auch unmöglich, sinnvolle feste Stoppkurse zu setzen.
3. Die Kosten sind bei Optionsscheinen bei gleichem (effektivem!) Hebel oft wesentlich höher als bei Hebelzertifikaten. Warum sollten Sie für die gleiche Gewinnchance also mehr bezahlen?
Gegenüber einem Future oder CFD müssen Sie keine Margin hinterlegen (sie bezahlen nur den aktuellen Wertpapierpreis) und haben keine Nachschusspflicht. Auch nicht bei den begrifflich ähnlichen Mini-Futures. Ihr Risiko ist stets nur auf den Kapitaleinsatz (oder bei Zertifikaten mit Stopp-Loss-Schwelle auf etwas weniger) beschränkt. Sie können gehebelt auf fallende oder steigende Kurse in den verschiedensten Basiswerten setzen. Und das mit einem ganz normalen Depot bei Ihrem Broker mittels Wertpapierkennnummern. Durch die einfache Konstruktion lässt sich auch gut mit Limiten oder Stoppkursen arbeiten. Und es gibt gerade bei Konstruktionen mit Stopp-Loss-Schwelle attraktive Möglichkeiten, sein eigenes Risiko teilweise auf den Emittenten der Papiere abzuwälzen. In meinem Börsendienst DAX Profits verwende ich neben dem Direktinvestment in die Aktie sehr häufig Hebel-Zertifikate und fahre seit Jahren gut damit. Mehr zu den fortgeschrittenen Strategien in einem Webinar, welches in Kürze geplant ist.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Morian (03.05. 2011 16:32 Uhr):
Einspruch Euer Ehren: Die Hebelzertifikate haben im Gegensatz zu Optionsscheinen (oft) eine unbegrenzte Laufzeit Hebelzertifikate laufen meist bis die vom Emmitenten verursachten Kosten die Kursdifferz aufgefressen haben. Oder kennen Sie welchen mit Backwardation? Zugegeben: Sie haben diverse Vorteile- Endlos sind sie jedoch nicht.
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