Vor- und Nachteile der russischen Indizes
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 9. April 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Ich komme zurück auf den gestrigen Profti Radar zum Thema Russland. Die bekanntesten Indizes sind der RTS, der RDX und der RTX. Die beiden letzten Indizes sind künstliche Indizes der Börse Wien, um russische Aktien für europäische Anleger besser handelbar zu machen. Fangen wir mit dem RDX an. Der „Russian Depositary Index" bildet die liquidesten russischen Aktien (als GDRs gelistet) ab, die an der Londoner Börse notieren.
Der RDX setzt sich aus 12 Werten zusammen. Das besondere Charakteristika des RDX-Index ist, dass er extrem Rohstoff- und vor allem Öl-/Gaslastig ist. Der Öl- und Gassektor, mit den bekannten Namen wie Gazprom, Lukoil oder Rosneft gut 70% des gesamten Index ausmachen. Dazu kommen noch mal gut 20% an Rohstoffwerten wie Norilsk Nickel. Damit ist klar: Steigen die Rohstoffpreise, insbesondere Öl und Gas, dann geht der RDX durch die Decke.
Etwas anders sieht es da beim RTX aus, der seit Juni 2008 neu berechnet wird. Der „Russian Traded Index" bildet Aktien ab, die in Russland an der elektronischen Handelsplattform RTS bzw. an der russischen Börse MICEX (Moscow Interbank Currency Exchange) gehandelt werden. Dieser Index umfasst 14 Werte und ist damit größer als der RDX.