Von wegen Rezession – ab dem Sommer gibt es Aufholwachstum

in Insider Daily
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Die Schlagzeilen zur deutschen Wirtschaft sprechen derzeit eine eindeutige Sprache: "So viele Menschen in Arbeit gab es in Deutschland seit 20 Jahren nicht". Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt keinerlei Anzeichen einer einbrechenden Konjunktur, wie sie viele Experten derzeit gerne "herbeiorakeln" wollen. Und mittlerweile verbreiten auch die Konjunkturforscher wieder Optimismus. So sieht beispielsweise das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) keinen nachhaltigen Abschwung der deutschen Wirtschaft, sondern prognostiziert lediglich eine kurze Konjunkturpause.


Die deutsche Wirtschaft werde durch die Euro-Schuldenkrise zwar zeitweise ausgebremst, schreibt das Institut in einem gestern veröffentlichten Ausblick. Vor allem zum Jahresbeginn 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft demnach sogar leicht schrumpfen, für das Gesamtjahr sei nur mit einem Wachstum von 0,6% zu rechnen. Der Aufschwung werde aber nur "kurzzeitig unterbrochen", hieß es weiter. Ab dem Sommer dürfte die größte europäische Volkswirtschaft wieder deutlich an Schwung gewinnen. Dank des ab dem Sommer diesen Jahres einsetzenden Aufholwachstums rechnen wir für 2013 wieder mit einem Wachstum von 2,2%", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Die Aufholjagd der deutschen Wirtschaft werde aber nur gelingen, "wenn die Politik die Krise im Euroraum in den nächsten Monaten überzeugend in den Griff bekommt", warnte Fichtner.

Im Fall einer wirksamen Eindämmung der Euro-Schuldenkrise erwarten die DIW-Experten ab der Jahresmitte eine deutliche Belebung der deutschen Exporte und auch die Inlandsnachfrage werde sich kräftiger entwickeln. Sollte die Euro-Schuldenkrise allerdings länger andauern, wird das nach Einschätzung des DIW negative Folgen für den bisher außerordentlich robuste Arbeitsmarkt haben. Im schlimmsten Fall drohe eine "Negativ-Spirale aus steigender Arbeitslosigkeit und fallender Nachfrage", warnte Fichtner. Nach Einschätzung des DIW wäre in einem solchen Fall auch "eine spürbaren Rezession" in Deutschland nicht ausgeschlossen.

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Cindy Ullmann
Cindy Ullmann

Cindy Ullmann nimmt regelmäßig Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.

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