Vom Vermögensschutz zur Krisenvorsorge!
Markus Miller in Kapital & Steuern Global zum Thema Kapitalschutz
vom 23. Oktober 2008, 16:00 Uhr
Ja das schlimmste scheint überstanden. Diesen Satz habe ich in den letzten Wochen nun wirklich zu oft gehört so dass ich denke, das Ende der Fahnenstange wird wohl noch nicht erreicht sein.
Die Staatsbanken benötigen das Staats-Rettungspaket zuerst
Symptomatisch ist für mich auch, dass die erste Bank, welche in Deutschland nun auf das Staatliche Rettungspaket zurückgreifen muss eine halbstaatliche Bank, bzw. politisch kontrollierte und überwachte Bank ist. Die BayernLB.
Die nächsten werden dann wohl ebenfalls die Landesbanken WestLB und HSH Nordbank sein. Soviel zum Thema wir brauchen mehr staatliche Regularien und Kontrollen. IKB, KFW, SachsenLB, WestLB, BayernLB... Die Hauptleichen liegen doch gerade bei Banken mit Staatsbeteiligung- oder kontrolle.
Der Markt für Crash- oder gar "Systemuntergangs-Ratgeber" boomt
Ich habe in der Novemberausgabe von Kapital & Steuern vertraulich natürlich auch die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt. Ebenso habe ich eine Themenausgabe-Spezial "Vermögensschutz" erstellt. Hier gehe ich mit Praxisbeispielen darauf ein, wie und mit welchen Strategien Sie Ihr Vermögen verteilen, schützen, aber auch auf die Zeit des Aufschwungs in Startposition bringen können.
Meine persönliche Meinung ist, dass unsere Systeme nicht untergehen werden, auch wenn der derzeitige Stresstest wohl noch nicht zu Ende sein wird. Viele von Ihnen, welche an den Börsen investiert sind oder waren, werden jedoch schmerzliche finanzielle Verluste aufgrund der globalen Finanzkrise erlitten haben.
Nach dem Vermögensschutz muss der Vermögensaufbau kommen
Momentan ist Sicherheit Trumpf. Allerdings werden viele auch derzeit bereits merken, dass die Sicherheit von Gold beispielsweise auch eine Scheinsicherheit sein kann. Ich bin immer wieder verwundert, wenn ich Aussagen höre wie, "ich habe alle Aktien verkauft und bin komplett in Gold investiert". Das ist erstens viel zu einseitig und wenig gestreut. Zweitens zeigt die Goldpreisentwicklung, dass Anleger auch in Krisenzeiten Vermögensverluste bei Gold erleiden können. Auch andere scheinbar sichere Investments im Anleihen- und Rentenbereich können sich bei einem totalen Systemkollaps in Luft auflösen. Streuen, streuen, streuen Sie aus diesem Grunde Ihr Vermögen. Von einigen physischen Goldmünzen zuhause, wie dem Krügerrand, welcher eine Weltweite Akzeptanz hat bis hin zur Verteilung Ihrer Wertpapierdepots in unterschiedlichen Ländern.
Ebenso natürlich auch den Inhalt, also die Strukturierung Ihrer Wertpapierdepots. Ich denke hier kann ich Ihnen mit den neuen Ausgaben von Kapital & Steuern vertraulich praxisnahe Tipps für Ihr privates Vermögensmanagement an die Hand geben. Vergessen Sie aber auch nicht, nach einer Vermögensvernichtung wird ein Aufschwung kommen. Die Welt wird nicht untergehen. Es wäre nun dramatisch, wenn Sie mit Ihrem Wertpapierdepot bei der Abwärtsspirale voll dabei gewesen sind, aber am Aufschwung nicht oder nur bedingt partizipieren. Hier ist das Hauptrisiko, dass viele Anleger nun zu stark in Geldwerte flüchten und das Potential der Sachwerte "Substanzaktien" komplett vernachlässigen. Vermeiden Sie diesen Fehler, beispielsweise über ein quantitatives und regelbasiertes System, welches Sie in der Themenausgabe "Vermögensschutz" finden.
Brauchen Sie eine Krisenvorsorge für den Systemuntergang?
Was ist aber, wenn die Staatlichen Hilfen, sowie die Wirtschaftsmechanismen die aktuelle Situation doch nicht bewältigen. Was passiert wenn unsere Systeme zusammenbrechen, Innere Unruhen ausbrechen, Anarchie und Chaos kommen?
Wie wären Sie auf den Supergau vorbereitet?
Wie gesagt an einen derartigen Supergau glaube ich - derzeit noch - nicht. Dennoch beschäftige ich mich mit diesen möglichen Auswirkungen auch sehr intensiv. Im Prinzip ist das eine Situation wie in einem Krieg oder nach einem Krieg. Gerade ältere Generationen haben diese Ängste derzeit wieder. Die Sicherung Ihrer Vermögenswerte ist also die eine Sache, aber was bedeutet nun Krisenvorsorge. Einige Beispiele und Fragen, welche Sie sich dann stellen müssen sind:
+ Das Finanz, Zahlungsverkehrs und Versorgungssystem kollabiert. Die Geschäfte bleiben geschlossen. Was werden Sie und Ihre Familie dann essen? Was ist mit der Medikamentenversorgung?
+ Was machen Sie wenn die Energieversorgung (Strom und Wasser) zusammenbricht. Haben Sie hier Vorsorge getroffen?
+ Wie viel Bargeld, oder Bargeldäquivalent (Euro-Silbermünzen, Euro-Goldmünzen) haben Sie, falls Banken schließen und das Zahlungsverkehrssystem zusammenbricht?
+ Wie schützen Sie sich, wenn hungrige, verzweifelte oder plündernde Menschen vor der Türe stehen?
Wie gesagt, ich bin der letzte der nun eine Panikmache forcieren will. Aber dennoch bin ich der Ansicht, man sollte sich auch mit dem schlimmsten zumindest gedanklich beschäftigen. Ebenso ist dies für viele Menschen der Bevölkerung auch deswegen wichtig, weil Sie dann eine entsprechende Vorsorge treffen können. Egal wie sinnvoll oder notwendig die Anschaffung von Notvorräten, Wasseraufbereitungsgeräten oder Hilfsmitteln zur Selbstverteidigung auch sein mag. Wenn es Sie persönlich beruhigt, dann machen Sie das, aber natürlich alles im Rahmen.
Die Renaissance der Idee des Privaten Atombunkers
Das ganze ist für mich immer ein bisschen vergleichbar, mit jenen Menschen, welche sich in Zeiten des "Kalten Krieges" einen Atombunker zuhause gebaut haben. Ebenfalls mit Notvorräten, Medikamenten, Wasseraufbereitung, autarker Energieversorgung usw.
Ich kann nun wirklich nicht beurteilen wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Nuklearen Konfliktes damals war. Ebenso wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer totalen Eskalation der Finanzkrise heute ist. Sie können das was kommen wird auch nicht abwenden, aber wenn Sie kein Vertrauen in den Staat mehr haben und mit einer guten privaten Vorsorge beruhigter, entspannter nach vorne schauen, dann machen Sie das.
Wie weit Sie dabei nun Ihre persönliche Krisenvorsorge ausgestalten, kommt natürlich auf Ihre persönliche Meinung und Ihr Befinden an. Ich denke, so wie vor allem in den 80er Jahren ein Markt da war, für Private Atombunker, so ist auch heute ein Markt da, für Menschen die mit einer kommenden "Anarchie" und "Not" rechnen.
Derzeit stehen wir vor einer Wirtschaftskrise. Hier gilt es Ihr Vermögen zu schützen, aber auch auf den Wideraufschwung auszurichten. Egal wie lange diese dauert. Die Krise darf nur nicht aus dem Ruder laufen und unsere Systeme müssen halten. Wäre dies nicht der Fall, dann müssen Sie eine weitergehende Private Krisenvorsorge treffen, gerade im Bereich Ihrer persönlichen Versorgung. Ebenso kommt dann auch zwangsläufig die Frage zu Ihrer persönlichen Sicherheit auf. Wenn ein Staat seine Systeme nicht mehr schützen kann und somit die Versorgung seiner Bürger, dann wird er auch die Sicherheit dieser nicht mehr gewährleisten können.
Ich denke und hoffe, meine Vermögensschutz-Publikationen reichen für Ihr Privates Risiko- und Vorsorgemanagement. Aber vielleicht kommen auch Zeiten, in welchen Sie die Früchte und Kartoffeln in Ihrem Schrebergarten stärker bewachen müssen. Ich beschäftige mich jedenfalls schon einmal wieder ein wenig mehr mit unserer eigenen Geschichte vor, während und nach dem 2. Weltkrieg und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung, weil das einfach auch den gedanklichen Horizont des Risiko- und Vorsorgemanagements erweitert. Auch die Ereignisse in Argentinien während der letzten Depression und dem folgenden Staatsbankrott sind ein warnendes Beispiel.
Ihr
Markus Miller
...das Steuern ist wichtiger als die Steuern!
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