Vom Tanz auf dem Vulkan
Katja Kram in Insider Daily
vom 22. April 2010, 14:30 Uhr
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nun tanzt Griechenland auf dem Vulkan. Nachdem sich der Börsenhimmel am Vormittag dank positiver Konjunkturmeldungen zunächst heiter zeigte, zogen zur Mittagsstunde plötzlich dunkle Wolken auf. Der DAX war am Donnerstagmorgen nach der Vermeldung von Konjunkturdaten aus Europa um 0,7% auf 6273 Punkte gestiegen. Doch dann nahm der Kursverlauf eine drastische Wende.
Die Rauchfahne kommt dieses Mal aus dem Südosten Europas zu uns geweht. Der Vulkan der dort brodelt, ist das altbekannte Problem der desolaten Finanzlage Griechenlands. So verunsicherte abermals die Meldung, dass das griechische Defizit im vergangen Jahr noch höher war als bisher bekannt. Eurostat ermittelte für Griechenland ein Defizit von 13,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das sind deutlich mehr als die bisher von der Regierung in Athen angegebenen 12,9%. Aufgrund dieser Zahl ging nicht nur der DAX um 0,88% auf 6.176 Punkte in die Knie. Auch der Euro geriet wieder in den Abwärtssog und fiel auf 1,3356 US-Dollar.
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Das war wohl zu viel des Guten
von Jürgen Schmitt
Guten Tag meine Damen und Herren,
ein Vulkan, der den kompletten Flugverkehr in Europa lahm legt sowie Betrugsvorwürfe gegen Goldman Sachs waren einfach zu viel des Guten. Vor dem Hintergrund einer ohnehin schon lange Zeit überkauften Marktlage waren Gewinnmitnahmen die logische Konsequenz. Ist das der ungewollt vorgezogene Auftakt für eine Korrektur? Das kann durchaus sein, muss es aber nicht. Die laufende Quartalssaison wird weiterhin positive Impulse liefern - genauso wie die Mehrzahl der Konjunkturmeldungen. Und der Skandal um Goldman Sachs wird wohl auch keine größeren Kreise ziehen. Mehr Ärger droht durch den Vulkan. Schließlich ist der Luftfrachtverkehr ein wichtiger Bestandteil für unsere Wirtschaft. Schon aktuell können Sie sehen, dass beispielsweise exotische Früchte in den Supermarktregalen Mangelware sind. Allerdings rechne ich damit, dass die Politik rasch einlenkt und den Flugverkehr wieder freigibt. Es liegen ja inzwischen viele Expertenmeinungen vor, welche eine Gefahr durch die Staub-Asche weitgehend ausschließen. Diese Entwicklung gilt es in den kommenden Stunden/Tagen zu beobachten.
Eine Absicherung macht nun durchaus Sinn
Erfahrene Anleger wissen, wie Sie Ihr Depot mit einem Shortpapier absichern können. Das macht jetzt sicherlich Sinn. Noch unerfahrene Investoren sollten sich unbedingt in dieses Thema einarbeiten, bevor Sie sich an Hebelpapiere heranwagen. Ich nenne Ihnen an dieser Stelle ein geeignetes Papier. Es handelt sich um ein DAX-Mini-Short der BNP Paribas, das die Entwicklung des DAX mit dem Faktor 12 hebelt. Verliert der DAX 10%, steigt dieses Papier um rund 120%. Somit können Sie sich gut ausrechnen, wie viel Sie investieren müssen, um Ihr Depotrisiko auszugleichen. Ich halte diese Variante für besser als den aktiven Verkauf von grundsoliden Aktien. Aber bitte mit Augenmaß operieren und die Hand immer auf dem Verkaufsknopf lassen, schließlich kann sich der Wind an der Börse sehr schnell wieder drehen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Heinz Cramer (22.04. 2010 17:05 Uhr):
War das ernst gemeint ? Ich nenne Ihnen hier ein Papier zur Absicherung......... ohne WKN Wer soll damit etwas anfangen ?
Antworten - Kommentar von Thomas Gabriel (22.04. 2010 19:02 Uhr):
die ISIN/WKN zu dem Hebelpapier wäre natürlich von Vorteil gewesen. Wie sol der Leser das Papier sonst finden? Ein Dax-Mini-Short der BNP Paribas mit Hebel 12?
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