Volatilität nimmt ab- Nervosität bleibt
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 5. August 2008, 08:00 Uhr
ENL5454

Die Nervosität unter den Markteilnehmern nimmt wieder zu. Ob dies tatsächlich alleine auf die bevorstehenden Notenbanksitzungen in den USA und der Eurozone zurückzuführen ist, bleibt dahingestellt. Sicherlich sind auch politische Konflikte, wie der wieder auflebende Atomkonflikt mit dem Iran, für die Verunsicherung verantwortlich.
Auf den ersten Blick erschien gestern nicht viel Bewegung im DAX geherrscht zu haben. Tagesschwankungen von 60 Punkten sind schon fast als Sommerflaute zu bezeichnen. Für gewöhnlich wäre auch der Verlauf der gestrigen Sitzung negativ zu bewerten, weil der Leitindex näher an seinem Tagestief als an seinem Hochpunkt geschlossen hat. Betrachtet man sich aber die Höhe der Umsätze wird klar, dass das Abbröckeln der Kurse mit dem dünnen Nachrichtenfluss zu Wochenbeginn zu tun hat. Einen wirklichen Abwärtsdruck konnten die Bären hingegen nicht aufbauen.
Die Minikonsolidierung wird sich heute weiter fortsetzen. Vor der Zins-Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Abend wird sich der Bewegungsspielraum beim DAX weiter auf die Spanne zwischen 6.325 und 6.400 Punkte konzentrieren. Da die Quartalsberichte der Schwergewichte Allianz und Deutsche Telekom auch erst in der zweiten Wochenhälfte veröffentlicht werden, ist erst dann wieder mit größeren Bewegungen im Index zu rechnen. Zu beachten bleibt, dass die Einflussfaktoren Öl und Euro mit ihren abwärts gerichteten Trends zur Stützung des Marktes beitragen dürften.
Konjunkturdaten: USA: Notenbanksitzung mit Zinsentscheid
Unternehmensbereich: Q2-Zahlen: Adidas, Heidelberger Druck, Heidelberger Zement
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 6.226;6.298;6.332
Widerstände: 6.396;6.444;6.536
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf