Vivendi Universal überrascht
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 17. Juni 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der weltweit zweitgrößte Medienkonzern Vivendi Universal (ISIN FR0000127771) konnte im ersten Quartal sein operatives Ergebnis von 607 Mio. Euro um knapp 40 % auf 844 Mio. Euro steigern. Analysten hatte im Durchschnitt lediglich mit 652 Mio. Euro gerechnet. Der Nettoverlust des Konzerns sank von 815 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 319 Mio. Euro. Positiv zu bewerten ist, dass der Schuldenberg von Vivendi sinkt. Er schrumpfte innerhalb eines Jahres von 35 Mrd. auf 15,3 Mrd. Euro.
Verantwortlich für diese positive Entwicklung zeigt sich insbesondere das Kerngeschäft die Telekommunikation. Aber auch das Bezahl Fernsehen Canal Plus schreibt wieder schwarze Zahlen.
In diesem Jahr wollen die Franzosen nun vor Sonderposten und Abschreibungen wieder Gewinne schreiben.
Der Chart von Vivendi bastelt an einem großen Doppelboden, der sich seit August letzen Jahres ausbildet. Sollte Vivendi die 18 Euro nachhaltig brechen (mindestens ein Schlusskurs über 18 Euro), dann könnte man eine Position kaufen. Denn dann hat Vivendi ein Kurspotential bis 25 Euro. Hier empfiehlt sich aber trotzdem ein dichter Stopp. Scheitert Vivendi an der 18 Euro Marke, ist mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen. Am sichersten wäre ein Überschreiten der 18 Euro und folgend ein Testen von oben.