Vietnam: Zum Tet-Fest ziehen die Preise an
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 11. März 2010, 19:00 Uhr
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Das kann man nur verstehen, wenn man sich im Land aufhält und mit den Leuten spricht. Das wichtigste Fest des Jahres, das Tet-Fest in Vietnam ist letzten Monat zu Ende gegangen. Hier ist das ganze Land auf den Beinen, um sich gegenseitig zu besuchen. Schon die Vorbereitungen dauern Wochen, gefeiert wird das Neujahrsfest eine gute Woche. Schon im Vorfeld ziehen die Preise an, was die ohnehin vorhandenen Inflationssorgen befeuert. Die Börsen reagieren darauf in der Regel mit Abschlägen.
Schon im Vorfeld ist der vietnamesische VN-Index von über 510 Punkten auf 490 Punkte zurückgefallen. Nachdem das Neujahrsfest vorbei ist, kann auch die Börse wieder aufatmen. Hinzu kommt: Bei den im Gegensatz zu den Chinesen eher kurzfristig agierenden Vietnamesen muss für das große Fest auch kein Geld mehr zurückgelegt werden.
Das kann man jetzt wieder an der Börse anlegen, fast hätte ich zocken gesagt. Tran Thien Ha, der Generaldirektor der Brokerfirma An Phat Securities muss es wissen, wenn nach Tet seine Orderumsätze kräftig anziehen: „In der Regel gibt es nach Tet hohe Ersparnisse. Und diese werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Aktienmarkt gepumpt", sagt Tran Thien Ha. Tatsächlich ist der VN-Index nach dem Ende des Tet-Festes jetzt schon wieder bei fast 530 Punkten gelandet.
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