Vier Schritte...
Michael Vaupel in Investors Daily
vom 08. Mai 2008 18:00 Uhr
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Liebe Leser
Ich kann Ihnen an dieser Stelle nur raten, nicht mit der Masse zu gehen. Dow Jones und Nasdaq lasse ich daher momentan links liegen. Denn gerade jetzt bieten sich bei Rohstoffen wieder besonders gute Chancen. Denn Rohstoffe sind keine Aktien… sie können nicht „pleite“ gehen.
Meine Leser fragen mich oft nach meiner Vorgehensweise bei der Auswahl von (Rohstoff)-Investments. Meine Antwort möchte ich hiermit öffentlich geben.
Hier sind also meine vier Schritte:
1. Ich suche Märkte, an denen die Nachfrage über dem Angebot liegt. Selbst diejenigen, die meinen kostenlosen Trader's Daily nicht jeden Tag lesen haben inzwischen mitbekommen, dass dies z.B. bei Silber und Zink der Fall ist.
2. Ich untersuche, welche Richtung Angebot und Nachfrage nehmen. Steigt das Angebot und fällt die Nachfrage? Dann spricht das nicht gerade für einen Kauf. Wenn hingegen die Nachfrage bereits über dem Angebot liegt und die Nachfrage weiter steigt (und das Angebot sogar zurückgeht), dann ist ein solcher Basiswert ein eindeutiger Kandidat für weitere Analysen.
3. Ich prüfe, ob die Markttechnik grünes Licht gibt. Denn selbst wenn die gerade beschriebenen Punkte z.B. für einen Kauf sprechen, macht diese keinen Sinn, wenn der Wert total überkauft ist (das zeigen mir meine technischen Indikatoren an).
4. Ich prüfe weitere Punkte, wie die Positionierung der Produzenten und kommerziellen Nachfrager, die Saisonalität etc. Diese Punkte sollten zumindest nicht gegen die Positionierung sprechen, die die vorigen 3 Punkte ergeben haben. Diese Punkte sind nicht die zentralen Gründe für eine Empfehlung. Das sind die ersten 3 Punkte. Im Optimalfall sprechen sie aber für die gleiche Positionierung.
4. Ich prüfe einige weitere Punkte, wie die Positionierung der Produzenten und kommerziellen Nachfrager, die Saisonalität etc. Diese Punkte sollten zumindest nicht gegen die Positionierung sprechen, die die vorigen 3 Punkte ergeben haben. Diese Punkte sind nicht die zentralen Gründe für eine Empfehlung. Das sind die ersten 3 Punkte. Im Optimalfall sprechen sie aber für die gleiche Positionierung. Beispiel Saisonalität:
Das ist der saisonale Chart des Zuckerpreises (genauer gesagt: des Zucker-Futures). Er zeigt an, wie sich der Zuckerpreis in den letzten 36 Jahren im Durchschnitt zu jedem belieben Zeitpunkt im Jahr entwickelt hat..
Und da sehen Sie sehr deutlich: Während der August und der September tendenziell für den Zuckerpreis schwache Monate sind, ist der Oktober der traditionell der beste Monat aus Sicht eines Zucker-Bullen wie mir.
Wie gesagt: Die Saisonalität alleine ist noch kein Kaufgrund. Denn wenn die Fundamentals für eine andere Richtung sprechen, dann sind die Fundamentals normalerweise von größerer Bedeutung. Besonders gut gefallen mir natürlich die Fälle, in denen alle Indikatoren für die gleiche Positionierung sprechen.
Welche Werte das momentan sind, lesen Sie in meinem Dienst „Rohstoff Signale“. Gucken Sie sich diesen Dienst einfach einmal an, wenn Sie von der nächsten Rohstoff-Welle profitieren wollen. Der Test ist gratis.
Viele Grüße
Michael Vaupel
