Verunsicherte Verbraucher
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 25. Februar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Zunächst ein kurzer Blick zum Edelmetallmarkt. Gestern konnte eine Unze Krügerrand für 839 Euro gekauft werden, eine Unze Silber Wiener Philharmoniker gab es für 14,2 Euro. Auf vielfachem Wunsch sei hier nochmals der auf unabhängige und neutrale site
hingewiesen. Hier können Sie die Preise bzgl. der diversen Münzen oder Barren vergleichen.
Eingetrübte Stimmung
An der Realwirtschaftsfront trübt sich derweil sowohl bei Unternehmen wie auch Verbrauchern in Deutschland aktuell die Stimmung ein. Am Dienstag überraschte vor allem die aktuelle Lagebeurteilung der 7000 vom Münchner Ifo-Institut befragten Unternehmen negativ. Die aktuelle Geschäftslage fiel deutlich schwächer als prognostiziert aus. Laut dem aktuellen GfK-Konsumklima war die Konjunkturerwartung der Verbraucher rückläufig. Vor allem die Tatsache, dass die Lage am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten schwieriger werden wird, führt zu einem Überdenken des Ausgabeverhaltens der Verbraucher.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, höchst interessant war auch, dass laut der Nürnberger GfK auch die öffentliche Diskussion um die prekäre Haushaltslage Griechenlands und einiger anderer europäischer Länder die deutschen Verbraucher verunsichert. Es werden negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland befürchtet.
Wachsender Widerstand gegen Griechenland-Hilfe
Indes wächst der Widerstand gegen mögliche Hilfen der EU bzw. Deutschlands für das klamme Griechenland. In Deutschland sind die vier Professoren Hankel, Nölling, Schachtschneider und Starbatty zum Gang vor das Bundesverfassungsgericht bzw. dem Europäischen Gerichtshof bereit, wenn am Ende des Tages die EU doch mit Milliardenhilfen für die Hellenen einspringt. Fakt sei, dass Griechenland-Hilfen dem Bailout-Verbot des Europäischen Rechts widersprechen würden.
Subvention Europas durch den deutschen Steuerzahler"
In der gestrigen Süddeutschen Zeitung sprach Prof. Wilhelm Hankel Klartext. Die gemeinsame Währung sei eine Subvention Europas durch den deutschen Steuerzahler. Das Eurosystem würde ohnehin zusammenbrechen, wenn Deutschland finanziell nicht mehr könne. Ferner geht der Wirtschaftswissenschaftler davon aus, dass bald auch Portugal, Spanien, Irland und Italien Hilfe aus Brüssel benötigen würden.
Unausweichliches Scheitern der Währungsunion"
Für den emeritierten Tübinger Professor Starbatty ist indes das Scheitern der Währungsunion unausweichlich. Ebenfalls in der gestrigen Ausgabe Süddeutschen Zeitung plädierte er für ein Ende mit Schrecken". Starbatty zufolge sei die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands stark rückläufig, was dazu führe, dass die Griechen eigentlich ihre Währung um 40 Prozent abwerten müssten. Herr Starbatty plädiert insofern für eine Aufspaltung der Eurozone in stabile Länder wie Deutschland oder Holland und in die schwachen Länder wie Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Horst Maaß (25.02. 2010 09:59 Uhr):
Ich befürchte, so gut die Vorschläge der Professoren auch sind, sie nicht damit durchkommen. Am Ende sind wir deutschen Steuerzahler diejenigen, die kräftig bluten müssen.
Antworten - Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (25.02. 2010 16:09 Uhr):
Sehr geehrte Herr Professoren! Endlich scheint es in Deutschland auch Leute zu geben, die noch logisch denken können, und sich nicht zu populären, leeren Reden hinreißen lassen, was den deutschen Bürgern den finanziellen Ruin bedeutet. Ich gratuliere Ihnen! Hoffentlich werden auch die Politiker ihre graue Zellen einmal gebrauchen, falls sie welche haben, ind ein Bailout für Griechenland nicht zur Verfügung zu stellen. Das Euro war von Anfang an eine verkorkste Sache liebe Politiker, die den Maastrichter Vertrag zusammengezimmert haben, ohne dabei zu denken. Der Euro war und ist zum Scheitern verurteilt. Dadurch wird Europa für einige Jahrzehnte, wenn nicht für immer untergehen. Wie werden dann die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft gezogen, das sie den kompletten Ruin von Europa verursacht haben? Ich denke, dass die Frauen und Herren Politiker Ihre Moneten schon lange beiseite geschafft haben. Denn sie haben es wissen müssen, was auf uns zukommt. Nun verstehe ich auch die Gründe der französischen Revolution und der Guillotine! Liebe Herr Professoren, ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg! Hoffe nur, dass auch das Verfassungsgericht soviel Rückgrat haben wird. Mit freundlichen Grüßen:
Antworten - Kommentar von anton (26.02. 2010 13:03 Uhr):
Sehr geehrte Herren Professoren, bitte klagen Sie, damit diesem Eurospuk endlich ein Ende bereitet wird. Der Tag der Wahrheit rückt näher und zwar für all jene, die uns das eingebrockt haben. Gruss
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