Veröffentlichung des ZEW-Index und amerikanischer Großhandelszahlen
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 10. Dezember 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim macht jeden Monat eine Umfrage bei 350 Analysten der Finanzmärkte. Gefragt wird nach ihren Erwartungen für Konjunktur, Inflationsrate, Zinsen, Aktien- und Wechselkurse sowie nach einer Einschätzung der Ertragslage in 13 deutschen Branchen. Zwar ist die Basis der ZEW-Umfrage deutlich schmaler als die der Ifo-Unternehmensbefragung, der ZEW-Index gilt aber für als Frühindikator für die Entwicklung des wesentlich wichtigeren Ifo Index.
Der ZEW-Index ist auf 0,6 Punkte zurückgegangen. Erwartet wurde er im Bereich von 0,0 bis 2,4 nach zuletzt 4,2. Damit tendiert der ZEW-Index im unteren Bereich der Erwartungen. Somit muss auch mit einem schlechteren Ifo-Index gerechnet werden. Der Dax gab nach Veröffentlichung des Index leicht nach.
Um 16.00 Uhr wurden die Zahlen zum US-Großhandelsumsatz und die Zahlen zu den Lagerbeständen im US-Großhandel im Oktober 2002 veröffentlicht.
Der Umsatz des Großhandels ist zum Vormonat um 0,1 % gesunken, im Jahresvergleich jedoch um 5,1 % gestiegen.
Die Lagerbestände sind um 0,3 % zurückgegangen. Erwartet wurde ein Anstieg um bis zu 0,2 % nach zuletzt +0,4 % (revidiert von +0,5 %).
Diese erfreulichen Zahlen konnte den Märkten jedoch zunächst nur zu kurzen Kurssteigerungen verhelfen.