Vermögen der Deutschen beträgt 10 Billionen Euro
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 22. Februar 2012, 13:00 Uhr
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über die Staatsschulden in Europa haben Sie sicherlich zuletzt sehr viel gelesen und sind vielleicht sogar schon etwas genervt von den permanenten Negativ-Meldungen. Wenden wir uns daher doch einfach einmal dem Gegenteil zu: dem Vermögen. Und hier habe ich einen interessanten Vergleich gefunden, der Vermögen und Schulden in Relation setzt.
Wie der Bundesverband Deutscher Banken auf Basis von Bundesbank-Daten mitteilte, haben die Menschen in Deutschland so viel Geld- und Immobilienvermögen, wie die 27 EU-Mitglieder zusammen an Staatsschulden.
(Na dann - auf geht's Deutschland! Lasst und ganz Europa an nur einem Tag retten!)
Vermögen der Deutschen beträgt 10 Billionen Euro
Auf 10 Billionen Euro summierte sich das Vermögen im dritten Quartal 2011. Und dabei sind Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck etc. noch nicht einmal eingerechnet. Allerdings muss man hiervon noch 1,5 Billionen Euro Kreditschulden abziehen, um auf das Nettovermögen zu kommen. Bleibt immer noch ein ziemlich netter Haufen übrig.
Allein das Geldvermögen liegt bei knapp 4,7 Billionen Euro, auf Immobilien entfallen 5,02 Billionen.
Nur 5% in Aktien investiert
Von den knapp 4.662 Milliarden Euro Geldvermögen wurden mehr als zwei Drittel als Bargeld oder auf Spar- und Festgeldkonten angelegt bzw. entfallen auf Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur 5% sind in Aktien investiert.
Goldquote vs. Aktienquote
Bei meinen Gold-Analysen habe ich oft das Argument gehört, Gold würde noch erhebliches Potential haben, da noch sehr viele gar nicht investiert sind. Zudem würde die Investitionsquote noch weit unter der vielfach empfohlenen Menge von 10% Anteil im Depot liegen.
Ich gehe stark davon aus, dass jeder die empfohlene Aktienquote höher ansetzen würde. Und ich hatte stets angegeben, dass ich bei Aktien ein deutlich höheres Potential sehe. Wer also argumentiert, Gold hätte aufgrund seiner geringen Quote in den Anlegerportfolios ein hohes Kurspotential, der müsste das selbe oder gar ein noch größeres Potential bei Aktien sehen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Horst Köhler (22.02. 2012 13:57 Uhr):
Genau so ist es. Das Potiental von Gold und Aktien sind noch enorm. Warum? Bei Gold ist es sowohl liquiditätsgetrieben als auch aus Absicherungsaspekten, da die weltweiten Gelddruckorgien mit Sicherheit zu erheblichen Währungsabwertungen bzw. zum Staatsbankrott führen werden. Bei Aktien wird es ebenfalls Flucht in Substanz sein, da ausufernde Staatsfinanzen die Staatsanleihenblase platzen lassen wird. Erst dann wird es zu den von Ihnen erwarteten Zinssteigerungen kommen. Das kann allerdings noch eine Weile dauern, da die Notenbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik den "Deckel draufhalten" Die bis dahin weiterhin niedrigen Zinsen, zusammen mit weiteren Mrd.-Tendern der EZB für die Banken im Zusammenhang mit den Maßnahmen von FED, BoE und jap. Notenbank werden Edelmetalle und Aktien auf neue Rekordhöhen treiben.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (22.02. 2012 20:10 Uhr):
Hallo Herr Köhler! - - - Ich kann Ihnen zu 100% zustimmen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (22.02. 2012 20:10 Uhr):
- Kommentar von Rainer Seifert (22.02. 2012 18:34 Uhr):
Hallo, Herr Weisenhaus, es gibt ja auch noch ein Miteinander von Goldpreis und Aktien. Goldminenaktien sind doch zur Zeit nicht hoch bewertet. Wenn man dann noch ein paar Explorer dazu kauft, mit genügend cash und nachgewiesenen Ressourcen, möglichst mit hohem Aktienanteil eines Dinos, sollte man doch allen Grund haben, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Freundliche Grüße Rainer Seifert
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (22.02. 2012 20:22 Uhr):
Guten Tag, Herr Seifert! - - - Naja, seit einem halben Jahr tendiert der Goldpreis nur seitwärts, sogar leicht abwärts, während Aktien deutlich zugelegt haben. Natürlich konnten hier auch Aktien von Goldminen und Explorern im Sog mitgezogen werden. - - - Für die nähere Zukunft, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, können wir durchaus hoffnungsvoll sein. Solange die Liquidität fließt (Ende Februar vermutlich wieder in Massen) dürften sowohl Gold als auch Aktien steigen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (22.02. 2012 20:22 Uhr):
- Kommentar von Rainer Seifert (23.02. 2012 16:21 Uhr):
Erstmal vielen Dank dafür, herr Weisenhaus, dass man von Ihnen immer eine Antwort erwarten kann, was ja auch an dieser Stelle keineswegs selbsverständlich ist. Aber bitte schauen Sie doch mal ein Jahr zurück im Vergleich Goldpreis vs. (europäische) Aktien. Die sind ja auch vielfach vorher gewaltig in den Keller gerauscht, während der Goldpreis doch auf Jahressicht nicht nur seitwärts lief, sondern jetzt deutlich höher steht als vor einem Jahr. Freundliche Grüße Rainer Seifert
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (23.02. 2012 19:35 Uhr):
Hallo nochmal, Herr Seifert! - - - Völlig richtig - wenn man andere Zeiträume betrachtet, wandelt sich das Bild. Dies hat auch schon der Leser "KH" in einem Kommentar auf den zweiten Teil des Beitrags geschrieben. Lesen Sie einfach einmal seinen Kommentar und meine Antwort darauf unter folgendem Link: http://www.investor-verlag.de/goldquote-vs-aktienquote/113124702/#kommentar - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (23.02. 2012 19:35 Uhr):