Verlierer in Deutschland, Gewinner in Baltimore
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 22. September 2005 12:00 Uhr
ENL5454
In Deutschland sind die Politiker und Parteistrategen immer noch damit beschäftigt, einen numerischen Gewinner zusammenzustellen, aus der Gruppe der Wahlverlierer vom letzten Wochenende.
Wir hier in Baltimore haben dieses Problem nicht. Meine Analysten und Redakteure haben letzte Woche wahrscheinlich mehr Gewinner produziert als Deutschland im nächsten Jahr.
So hatte meine Mitarbeiterin Ann Sosnowski am 8. September mitgeteilt: Brunswick Corporation (BC:NYSE), ein führender Hersteller für Sportzubehör, sei deutlich überbewertet – und es sei wahrscheinlich, dass der langfristige Aufwärtstrend nach unten durchbrochen worden sei. Einer unserer Charttechnik-Experten, Bryan Bottarelli, empfahl daraufhin den Kauf von BC Januar 2006 Puts mit Basis 45 (BC MI). Der durchschnittliche Einstandskurs lag daraufhin bei 3,00 Dollar.
Am 12. September empfahl er dann nochmal den Einstieg, zu dann durchschnittlich 3,30 Dollar Einstandskurs.
Dann, am 15. September und damit 3 Tage nach dem zweiten Einstieg, waren die BC-Puts auf 3,80 Dollar gestiegen, ein solider Gewinn von 26 %. Bryan und Ann hatten Angst, dass sich dieser Gewinn in Luft auflösen würde, deshalb teilten sie den Lesern mit: Verkaufen, verkaufen, verkaufen!
Aber diese Story geht noch weiter. Nach unserem Verkauf fiel BC am nächsten Tag direkt zu Handelsbeginn um 2,50 Dollar. Wenn irgendein Cowboy trotz unserer Verkaufsempfehlung den Put weiter gehalten hat, dann konnte er sich freuen: Der Put ist auf ein Hoch von 7,90 Dollar gestiegen, ein Plus von 163 %.
Und glauben Sie mir, es gab Cowboys da draußen. Einer schrieb uns:
"Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass BC heute Morgen wegen einer Gewinnwarnung um fast 3 Dollar gefallen ist. Da ich zum Zeitpunkt Ihrer Verkaufsempfehlung nicht verkaufen konnte, kann ich es heute, mit monströsem Gewinn. Danke nochmal, Ann Sosnowski."