Verlierer bleiben Verlierer

in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom


 

Wie Sie vermutlich erraten haben, war der Hauptverlierer in der ersten Phase (27.12.07 bis 16.3.12) die Commerzbank-Aktie mit einem Minus von 90,70 Prozent. Und siehe da: Auch in der aktuellen Phase verliert die Commerzbank-Aktie 28,09 Prozent.  

 

Die Deutsche-Börse-Aktie weist in der ersten Phase ein Minus von 63,16 Prozent auf. Aktuell sind es minus 21,38 Prozent. Bei RWE und e.on sind es in der ersten Phase bei beiden Aktien etwa minus 60 Prozent. Momentan verlieren beide Werte seit dem 16. März etwa 20 Prozent. Unterm Strich:


 

Zwölf Dax-Aktien verlieren in der ersten Phase zwischen 36 und 90 Prozent. Zehn dieser zwölf Kandidaten führen auch die Verlierer-Liste der aktuellen Abwärtsbewegung an. Und wenn Sie die untenstehende Liste betrachten, werden Sie kaum eine wirklich negative Überraschung finden.

 

Okay, die BMW-Aktie verliert in der aktuellen Korrektur seit dem 16. März etwa 15 Prozent. Allerdings ist die Aktie alleine vom 27. Dezember 2007 bis zum 16. März 2012 auch 72 Prozent gestiegen (gestrichelte Linie im nächsten Chart). Mehr noch:    

 

Chart BMW

bmw chart

Vom Tief im Oktober 2008 explodierte der Kurs der BMW-Aktie bis zu den letzten Hoch bei etwa 70 Euro um 429 Prozent! Der Wert der Aktie hat sich also mehr als vervierfacht. Daneben, Sie sehen es im Chart, ist der Kurs der BMW-Aktie immer wieder geprägt von heftigen Korrekturen und Abwärtsbewegungen.

 

Fazit: Ich persönlich sehe keine Panik im Dax. Ich sehe Verlierer-Aktien, die eben noch etwas mehr verlieren. Daher würde ich persönlich auch nicht jeden Rücksetzer bei jeder Aktie nutzen. Denn kein Kurs darf ausgeschlossen werden, auch (und gerade) nicht nach unten. Jedoch:  

 

Klar, eine Korrektur liefert immer auch Chancen. Wer zocken will, könnte zum Beispiel ein Kaufsignal bei der Thyssen-Aktie abwarten, beispielweise via 10-Tage-GD (hochspekulativ) oder 20-Tage-GD (sehr spekulativ). Die Commerzbank-Aktie wäre mir persönlich zu heiß, das ist eher was für Day-Trader.

 

Für die weitere Recherche ist natürlich auch Metro nicht uninteressant. Schaffen die Düsseldorfer den Turnaround? Wie gehen die Verhandlungen mit Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals aus?    

 

Wer sich nicht zu den Zockern zählt, wartet einfach ein Kaufsignal bei den Gewinner-Aktien ab. Und stellt sich die Frage: „Geht der Aufwärtstrend bei adidas, Fresenius Medical Care oder auch Beidersdorf weiter... oder werden diese Gewinner-Aktien auch in einen Abwärtssog gerissen?

 

Wer weniger aktionsgetrieben ist, schaut sich entspannt den Ausgang der Korrektur an, die noch in eine eindeutige Abwärtsbewegung münden kann. Leider kann ich das nicht vorher sehen. Doch aktuell sind wir - wie gesagt - in einer eher gesunden Korrektur.

 

Für weitere Interpretationen schauen Sie sich bitte die Tabelle an. Sicherlich finden Sie auch andere interessante Zusammenhänge. Und bitte hinterlassen Sie einen Kommentar, wenn Sie weitere Tabellen-Vergleiche haben wollen. Ihr Wunsch ist mein Befehl! Gerne mit Vorschlag, welche Zeiträume ich für welche Indizes vergleichen soll. Oder vielleicht fällt Ihnen ja auch etwas ganz anderes ein. Und möglicherweise haben Sie auch Kritik an dieser Darstellung, konstruktiv wie negativ. Ich freue mich über jedes Signal von Ihnen. Nutzen Sie einfach den Kommentar-Link unter diesem Beitrag.

 

Viel Erfolg an der Börse

Ihr

 

Tom Firley

 

Entwicklung der Dax-Aktien in den Zeiträumen
28. Dezember 2007 bis 16. März 2012 und
16. März 2012 bis 23. Mai 2012

 

 

Name

Performance von 28.12.2007 bis 16.3.2012

 

Name

Performance seit 16.3. 2012

Commerzbank

-90,70%

1

Thyssen-Krupp

-28,57%

Deutsche Börse NA

-63,16%

2

Commerzbank

-28,09%

E.ON AG

-61,60%

3

Deutsche Bank NA

-25,42%

RWE

-61,44%

4

Metro

-23,82%

HeidelbergCement

-54,55%

5

Deutsche Börse NA

-21,38%

Deutsche Bank NA

-52,60%

6

RWE

-20,49%

Thyssen-Krupp

-46,56%

7

Lufthansa NA

-20,02%

Metro

-45,73%

8

Daimler NA

-19,73%

Lufthansa NA

-42,43%

9

Allianz SE NA

-19,66%

Telekom

-40,93%

10

E.ON AG

-19,51%

Deutsche Post NA

-39,81%

11

HeidelbergCement

-19,48%

Allianz SE NA

-36,47%

12

MAN

-18,77%

Daimler NA

-28,98%

13

Siemens NA

-16,87%

Siemens NA

-26,78%

14

Infineon

-16,85%

MAN

-15,47%

15

BASF NA

-16,48%

Bayer NA

-13,08%

16

BMW

-15,35%

Münch. Rück NA

-12,74%

17

K+S AG NA

-14,22%

.DAX

-11,27%

18

SAP

-13,08%

Beiersdorf

-8,21%

19

.DAX

-12,18%

Merck KGaA

-7,15%

20

Münchener Rück NA

-12,07%

K+S AG NA

1,38%

21

Volkswagen VZ

-9,20%

Infineon

5,60%

22

Linde AG

-9,20%

adidas

15,29%

23

Deutsche Post NA

-8,98%

BASF NA

34,07%

24

Merck KGaA

-7,77%

Henkel AG & Co. VZ

37,73%

25

Bayer NA

-6,46%

Fresenius SE

38,30%

26

Fresenius SE

-2,35%

Fresenius Med. Care

40,12%

27

Telekom NA

-1,89%

Volkswagen VZ

42,10%

28

Henkel AG & Co. VZ

-1,11%

Linde AG

47,82%

29

adidas

0,68%

SAP

53,42%

30

Fres. Med.Care

2,28%

BMW

72,42%

31

Beiersdorf

5,10%

 

 

Zum ersten Teil von: Die Korrektur der Verlierer
von
Tom Firley
Tom Firley

Tom Firley ist einer der anerkanntesten Börsenexperten und Charttechniker Deutschlands. Tausende Privatanleger profitieren täglich von seinem Investors Daily.

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Kommentar von Klaus Lechner

Endlich einmal eine nüchterne Betrachtung des DAX ohne Panikmache (im Gegensatz zu den anderen Panik-Anzeigen-Einblendungen des Investor `s Daily)

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Kommentar von Alexander Raab

Hallo Herr Firley, herzlichen Dank zum gestrigen Beitrag. Für mich ist der Chart des DAX' und seine Signale immer eher zweitrangig zu betrachten da dieser m.M. in den allermeisten Fällen übergeordnet dem Trend des Dow Jones und S&P's folgt. Dort sieht der positive Trend noch völlig intakt aus mit höheren Hochs und höheren Tiefs, allen voran wenn nun dieser Tage die Korrektur zu Ende gehen würde. Viele Grüße

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