Verhandlungen rücken in weite Ferne
Profit Radar
vom 11. Juli 2007 19:00 Uhr
ENL5454
Der türkische Botschafter sprach wegen der Beschränkung des Nachzugs von Familienangehörigen sogar von einer „Verletzung der Menschenrechte.“ Nun damit hat sich die Türkei wohl endgültig die rote Karte ausgestellt. Ich glaube, auf diesem Niveau muss man das nicht weiter kommentieren.
Als der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker nach den beschwerlichen Verhandlungen mit Polen in Brüssel gefragt worden ist, wie denn die Verhandlungen gelaufen seien, wenn die Türkei mit am Tisch gesessen hätte, antwortete er: „Von der Verhandlungstechnik her wäre es schwieriger geworden, von der inhaltlichen Gestaltung fast unmöglich.“ Das sagt eigentlich alles.
Nachdem die Polen, die ja bereits in der EU sind, keine Chance ausgelassen haben, sich unbeliebt zu machen, zeigen die jüngsten Äußerungen, dass ernsthafte Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt in weiter Ferne gerückt sind.
Das ändert natürlich nichts daran, dass es weiterhin spannende türkische Einzelwerte, die gut aufgestellt sind.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler