Verbraucherpreise in Deutschland steigen an, die Arbeitslosigkeit in Amerika wächst.
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 12. September 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen im Vergleich zum Vorjahr an, der Anstieg liegt bei 1,1 %. Teurer wurden vor allem Bankdienstleistungen, die 8,6 % zulegten. Da soll sich jeder seine eigenen Gedanken zu machen. Nahrungsmittelpreise sanken hingegen ganz leicht. Auch die Preise für leichtes Heizöl seien gesunken, Kraftstoff hat sich hingegen um 4,3 % verteuert.
Um 14.30 Uhr, der Dax machte sich gerade auf, sich von den Tiefs zu erholen, wurden die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Amerika(Initial Jobless Claims) für die Woche 36. veröffentlicht. Die Zahl der Erstanträge ist auf 426.000 gestiegen. Erwartet wurden 389.000 bis 400.000 neue Erstanträge nach zuvor 407.000 (revidiert von 403.000). Also ein deutlicher Anstieg, der natürlich den NasdaqFuture in den Keller drückte, der Dax rutschte auf 3487,2, –2,71 %.
Die amerikanischen Indizes starteten dann auch mit deutlichen Abgaben. Um 16.15 Uhr stand der Nasdaq100 bei 1289,48 Pkt, –1,97 % und der Dow auf 8435,45 Pkt, –1,70 % keine gute Voraussetzung für steigenden Kurse.