VDAX: Erholung indiziert kaum Beruhigung
Andreas Wolf in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 9. September 2008, 08:00 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
die gestrige Erholung an den internationalen Aktienmärkten erwischte viele Marktteilnehmer nach dem schwachen Wochenschluss auf dem falschen Fuß. Nicht wenige Akteure stockten ihre Short-Positionen in Erwartung eines schwachen Wochenauftakts und eines möglichen Angriffs des DAX auf die 6.000er Marke nochmal auf. Doch das erneute Eingreifen der US-Regierung in Sachen Finanzkrise machte den Bären einen Strich durch die Rechnung und ließ die Bullen wieder Hoffnung schöpfen. Ein Kursanstieg von zeitweise mehr als drei Prozent an einem Tag sieht der DAX auch nicht alle Tage. Und weil sich das viele Investoren dachten, konnte er diese Gewinne auch nicht vollständig verteidigen. Die wenig vertrauensvolle wird durch niedrigere Unmsatzsäule belegt. Der Kursanstieg ist demnach hauptsächlich vom Terminmarkt ausgegangen, wo sich die falsch positionierten Bären schnell wieder eindecken mussten.
Wenig beruhigend ist auch die kräftige Dynamik, die sich während der Abwärtsentwicklung im DAX am vergangenen Donnerstag und Freitag ergab. Dem standen die Bullen nur am Montagvormittag in nichts nach. Der Nachmittag deutete bereits die Brüchigkeit der Stabiliserungsphase an. In diesem Zusammenhang nutzt es,einen Blick auf den VDAX, das Fieberthermometer des deutschen Standardwerte-Index, zu richten. Er zog im Laufe der vergangnen Woche auf über 24 Prozent stark an und überstieg damit die noch als normal geltende Barriere von 20 Punkten deutlich. Die Erholungsbewegung vom Montag löste hingegen beim Volatilitätsindex kaum einen Rückgang, was insbesondere bei starken Aufwärtsbewegungen eigentlich der Fall ist.
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Betrachten wir uns in aufgrundessen den Chart des VDAX, können wir feststellen, dass der Abwärtstrend der vergangenen sechs Monate in ernsthafte Gefahr gerät, nach oben durchbrochen zu werden. Es zwar schon faktisch ein geringfügiges Überschreiten der Abwärtstrendlinie stattgefunden, der Umfang des Anstieges muss aber noch deutlich zulegen, um einen kurzfristig stärkeren Anstieg der Volatilität im DAX zu unterstellen. Setzt der DAX seine Abwärtsbewegung aus der letzten Woche in dieser Woche fort, ist der Ausbruch vollzogen. Ein Ausverkaufshöhepunkt könnte sich dann schneller entwickeln als den Bullen lieb ist.
