Value Analyse

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Warren Buffett: Ein 78jähriger als Vorbild

Warren Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten. Doch wie hat er das in den letzten Jahrzehnten geschafft? Wir zeigen seine einfachen Regeln.


Wenn Sie einen Kapitalisten als Vorbild haben möchten – nehmen Sie Warren Buffett. Seines Zeichens einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten.

Warren Buffett ist der reichste Mann der Welt. Jahrgang 1930. Er lebt in demselben Einfamilienhaus, das er 1957 zusammen mit seiner Frau in seiner Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska gekauft hat. Er spielt Ukulele, mag Hamburger und Cola, verfasst seine Aktionärsbriefe verständlich.

Warren Buffett hat schon jetzt 80% seines Vermögens wohltätigen Stiftungen zugesagt. Bei seinem Tod möchte er sogar sein gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken zukommen lassen. Bis auf ein paar Hunderttausend für seine Kinder: Die sollen laut Buffett soviel bekommen, dass sie machen können, was sie wollen – aber nicht soviel, dass sie gar nichts mehr machen müssen.

Gleichzeitig ist Warren Buffett weiterhin ein erstklassiger Investor. Inzwischen kauft er statt Aktien ganze Firmen. Anders als gewisse Heuschrecken zerschlägt er keine gesunden Firmen, setzt nicht auf Austausch des Managements.

Seine Philosophie ist anders: Er sucht Unternehmen, welche seiner Ansicht nach unterbewertet sind und deren Geschäftsfeld er versteht. Zerschlagen wird nicht und auch das Management möchte er nicht austauschen (er hat nur 19 Mitarbeiter in Omaha). Er wartet stattdessen ab, bis der Markt die Unterbewertung korrigiert. Dann hat er seinen Gewinn, ohne jemandem zu schaden. Und es funktioniert.

Lassen Sie sich von niemandem den Glauben daran einreden, dass die Werthaltigkeit einer Anlage auf irgendeiner Art von Analyse von Kennzahlen basiert oder dass das Beobachten einer einfachen finanziellen Darstellung ein "unterbewertetes" Unternehmen exakt ermittelt. Es ist eben nicht so einfach.

Es gibt bessere Wege zu ermitteln, wann die richte Zeit ist zu kaufen. Wir zeigen Ihnen, was Warren Buffetts Lehre für Finanzanlagen so schwierig und schwer zu beherrschen macht. Sie werden die Geheimnisse erfahren, wie man diesen Prozess "per Bockspringen" meistert: Herauszufinden – sehr schnell – ob ein Unternehmen unterbewertet ist oder nicht.

 

Warren Buffetts Lehre für Finanzanlagen

Nach seiner Lehre für Finanzanlagen gefragt gab Warren Buffett folgende Auskunft: „Eine einfache Regel bestimmt mein Kaufen: Sei furchtsam, wenn die anderen gierig sind, und sei gierig, wenn die anderen furchtsam sind. Und auf jeden Fall ist Furcht nun weit verbreitet und lähmt selbst erfahrene Investoren."

  • Als erstes beurteilt er die Sicherheit, mit der er die langfristigen ökonomischen Kennzahlen ermitteln kann. Ist es ein solides Geschäftsmodell das auf der Grundlage seiner wirtschaftlichen Gegebenheiten voraussichtlich nicht pleite geht?
  • Als zweites überdenkt er die Beurteilung, wie er das Management hinsichtlich seiner Fähigkeit, das volle wirtschaftliche Potential für die Anleger realisieren zu können, einschätzt. Er stellt sicher, dass die Geschäftsführenden an der Spitze keine "krummen Hunde" sind – sie sind kompetent und ehrbar. 
  • Als drittes bewertet er die Gewissheit, inwieweit man sich auf das Management verlassen kann, dass es die Erträge aus dem Geschäftsbetrieb eher den Anteilseignern als sich selbst zukommen lässt. Kann das Management seinen Ertrag maximieren?

· Als viertes beurteilt er die politischen Gegebenheiten hinsichtlich der Höhe der zu erwartenden Besteuerung und Inflation. Er weiß, dass dies das Ausmaß bestimmen wird, wie die Kaufkraft eines Investors ausgehend von seiner Bruttoverzinsung verringert wird.

  • Zuletzt schaut er sich den Einstandspreis für das Geschäft an. Er liebt es Aktien zu kaufen, wenn die Anteile spottbillig sind – je billiger desto besser.
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    Dies ist das Vorgehen, mit dem Warren Buffett viele Jahrzehnte ausgezeichnete Gewinne verbuchte. Er bewertet sein Risiko unter Berücksichtigung seiner Nach-Steuern-Gewinne. Wird eine Anlage ihm zumindest so viel Finanzkraft geben, wie er investiert hat zuzüglich eines angemessenen Ertrages für das eingesetzte Kapital im Vergleich zu üblichen Mindestzinssätzen, wenn das Geld verliehen worden wäre?

    Dies sind einige der Faktoren, die Warren Buffett gemäß seiner Lehre für Finanzanlagen bewertet, bevor er sich in ein Geschäft einkauft. Wenn man bedenkt, dass er dies mehr als vierzig Jahre lang verfolgt, wird es etwas abschreckend für Investoren ihm das nachzumachen.

     

    Ein einfacher Weg zum Kauf unterbewerteter Aktien

    Jedoch gibt es einen einfachen Weg für jeden Investoren, unterbewertete Aktien zu kaufen – ohne jedes winzige Detail des betreffenden Geschäftes zu kennen.

    Wem würden Sie die wahre Einschätzung, wie gut eine Firma gelaufen ist, zutrauen – dem Geschäftsführer oder Analysten, der einmal im Jahr zu einem Werksbesuch vorbeikommt? Nach einem Schulterklopfen vom Firmeninhaber schleppt sich der Analyst in sein Büro zurück, um ein paar Schnellschüsse zu produzieren, indem er standardisierte Programme laufen lässt und die abgestandenen Quartals- und Jahreszahlen verwendet, die gerade die geringen Anforderungen an das Berichtswesen der SEC (der amerikanischen Börsenaufsicht) erfüllen.

    Von dem Geschäftsführer ist sicherlich zu erwarten, dass er eine gehörige Portion mehr über den Geschäftsbetrieb weiß als der Analyst. Der Analyst mag eine gute Vorstellung von den Tätigkeiten der Firma haben und wie es läuft, wenn er gerade hinkommt. Jedoch haben sie den Eindruck einer Momentaufnahme – auch wenn die Wall Street die Analysten als Experten anpreist.

    Diese Experten sehen nicht die alltägliche Geschäftstätigkeit, die Aufwärtstage und Abwärtstage. Aber Insider tun es

    • Sie wissen mehr über die inneren Abläufe eines Unternehmens als jeder sonst
    • Sie wissen, ob ein Produkt ein Flop ist oder ob es eine Goldmine ist
    • Sie können sagen, ob eine Aktie unterbewertet ist oder ob sie "mit heißer Luft aufgeblasen" ist
    • Sie wissen, wann das Geschäft boomt oder kaputt geht. Sie sind die besten Barometer für die Gesundheit eines Unternehmens, die man überhaupt bekommen kann

     

    Wenn Insider in einem Unternehmen in aller Stille kaufen wie die Wilden, insbesondere aus den unteren Ebenen, ist das das beste Zeichen – für Zutrauen. Das ist nicht mal das Beste daran.

    Diese Firmen-Insider müssen mitteilen, wenn sie Anteile kaufen oder verkaufen.
    Wenn leitende Angestellte Anteile ihrer Firma auf dem freien Markt kaufen oder verkaufen, müssen sie spezielle Formulare der SEC ausfüllen. Diese Formulare versetzen uns in die Lage, den Insider-Handel zu verfolgen – und das gibt uns eine große Unterstützung beim Entdecken des wahren Wertes jedes Unternehmens. Es beginnt alles mit sachgerechter Unterweisung.

     

    Fazit

    Natürlich sind Insiderdaten verlässlicher als Analystendaten sind. Jedoch ist dies noch kein Freibrief, diese Daten als der Weisheit letzter Schluss anzusehen, wie dies oft von Anlegern zelebriert wird.

    Wie bei allem gilt: Eine gewisse Portion Skepsis und eine ganzheitliche Analyse, bei der sich verschiedene Faktoren untereinander gegenseitig bestätigen (etwa fundamentales Bild vs. technisches Bild) schafft mehr Sicherheit als ein einfaches Verlassen auf eine Signalkategorie.

     

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    von
    Michael Vaupel
    Michael Vaupel

    Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.

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