Äußerst wichtige Marken
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Börse
vom 19. Januar 2012, 07:30 Uhr
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In den ersten Handelstagen des Jahres 2012 feiern die Bullen an der Börse bislang eine schöne Party. Gestern stieg der deutsche Leitindex zeitweise bis auf 6399 Zähler. Der Schlusskurs auf Xetra-Basis lag dann bei 6354 Punkten. Ja, die Stimmung am Aktienmarkt hat sich deutlich aufgehellt und könnte kaum besser sein. Seit Jahresanfang beträgt das Plus bei den deutschen Standardwerten fast acht Prozent. Vom 2011er-Tief aus betrachtet ging es sage und schreibe 28 Prozent nach oben.
Wall Street im Rallye-Modus
Gut möglich, dass es am heutigen Donnerstag am deutschen Markt in Richtung 6430 Zähler gehen wird. Exakt auf diesem Niveau lag das Hoch vom 26.10.2011. Sollte dieser Widerstand auf Wochenschlusskursbasis überwunden werden können, so ist es durchaus vorstellbar, dass die Bären-Rallye noch ein Stück weiter nach oben laufen wird. Die gestrigen Vorgaben aus New York waren jedenfalls gut. Der Weltleitindex, der marktbreite S&P 500, schaffte den Sprung über die 1300. Damit wurde der höchste Stand seit Juli 2011 erreicht.
Bullen dominieren
Und mit jedem Tag steigender Notierungen wagen sich immer mehr Optimisten aus der Deckung. Nahezu täglich werden die Kursziele nach oben angepasst. Immer öfter werden für den deutschen Leitindex die 8000 in den Raum gestellt. Selbstverständlich werden auch den US-Indizes blendende Perspektiven zugestanden. Auch interessant, dass in Deutschland sich wieder mehr Privatanleger für Aktien interessieren. Rein antizyklisch betrachtet ist es nun also höchste Zeit, extrem vorsichtig zu werden.
Schuldenkrise noch ausgeblendet
Denn es fällt wahrlich auf, dass an den Aktienmärkten die Schulden- und Konjunkturkrise aktuell völlig ignoriert wird. Und auch die geopolitischen Spannungen rund um den Iran werden derzeit einfach ausgeblendet. Das wird sich aber wieder ändern. Möglicherweise schon relativ rasch. Schon in den nächsten Tagen könnte das Griechenland-Drama wieder voll in den Focus geraten. Derzeit verhandelt das extrem hoch verschuldete Land mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt. Es bleibt abzuwarten, wie nun der Haircut" konkret ausgestaltet werden soll. Insofern ist es vielleicht für all diejenigen, die am Aktienmarkt noch investiert sind, nicht unratsam, die Bullen-Party schon jetzt zu verlassen und etwaige Gewinne zu realisieren.
Blick auf die Edelmetalle
Abschließend noch kurz zu den beiden Edelmetallen. Gestern konnte sich der Goldpreis auf rund 1660 US-Dollar verbessern. Der Silberpreis konnte auf 30,5 US-Dollar zulegen. Die Unze der Gold-Anlagemünze Krügerrand konnte für 1330 Euro gekauft werden. Beim Silber kostete die Unze des Wiener Philharmonikers 27 Euro. Das Gold/Silber-Ratio auf Dollar-Basis ging wieder auf ein Niveau unterhalb von 55 zurück.
Und last but not least sei erwähnt, dass aus dem deutschen Edelmetallhandel aktuell über eine nur durchschnittliche physische Nachfrage berichtet wird. Wetten, dass sich dies schlagartig wieder ändern wird, wenn im Neuen Jahr die alten Krisen wieder ganz oben auf der agenda stehen werden?
Zum zweiten Teil von: Wird es wirklich einen Ausfall geben?ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Steinke Joachim (19.01. 2012 09:41 Uhr):
bitte verschont uns mit diesem deutsch "es ist nicht unratsam" entweder es ist nicht ratsam oder es ist ratsam, ansonsten schätze ich die Beiträge von Herrn Weiss sehr.
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