USD schwächelt weiter und Japaner wetten gegen den Yen
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 13. Mai 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
noch immer hält sich der Optimismus, die Hoffnung auf eine baldige Erholung und der Glaube daran, dass das Schlimmste der weltweiten Rezession mittlerweile hinter uns liegt.
Insbesondere ist diese Erwartungshaltung gegenwärtig in Japan zu sehen. Dort haben private Investoren ihre Wetten auf eine Abschwächung der japanischen Währung auf das höchste Level innerhalb der letzten 6 Monate erhöht. Rund 153.326 Kontrakte zählte die Tokyo Financial Exchange Ende letzten Monat.
Die Favoriten für eine Aufwertung gegenüber JPY sind: der australische (AUD), sowie der neuseeländische Dollar (NZD) und der Euro. RBC Capital Markets zufolge halten die japanischen Hausfrauen" rund 125 Milliarden USD in JPY-Short-Positionen.
Es ist nicht nur die Erwartung einer baldigen Erholung der Weltwirtschaft, sondern gerade die Erwartung einer Rückkehr zu den alten Carry-Trades, welche die japanischen Trader gegen JPY wetten lässt (obwohl Japan ja mittlerweile nun nicht mehr das einzige Niedrig-Zins-Land der Welt ist und man im Angesicht weltweit sinkender Zinssätze fast nicht mehr von higher-yielding - currencies gegenüber JPY sprechen kann).
Ob die japanischen Investoren am Ende Recht behalten werden? Wer weiß! Gegenwärtig ist EUR/JPY allerdings in einer Range zwischen 131 und 133 gefangen. Eine Unterstützung ergibt sich bei 132. Aber erst wenn die 132,80 und hernach die 133,90 nachhaltig nach oben überschritten werden, könnte EUR/JPY weiteres Potenzial bis 135,50 ausschöpfen. Aktuell notiert EUR/JPY bei 131,80.
Quelle: CFX-Broker
USD schwächelt weiter
Der US-Dollar zeigt weiterhin Schwäche, insbesondere gegenüber Euro und den Rohstoff-Währungen. Zum einen ist es natürlich nach wie vor der Konjunkturoptimismus und ein wieder gefundener Risikoappetit, der die Safe-Haven-Währung unter Druck setzt.
Zudem setzt aktuell ein weiterer Financial Times - Bericht, der das AAA-Rating der USA in Frage stellt, dem USD zu.
Für heute stehen überdies die US-Einzelhandelsdaten im Fokus. Eine Verbesserung der Daten, dürfte weiteren Druck auf die US-Währung bedeuten.
EUR/USD notiert aktuell bei 1,3692. Die nächsten Marken im Aufwärtstrend liegen bei 1,3857 und 1,4187. Erst ein Bruch der Fibonacci-Unterstützung bei 1,3540 nach unten, würde den Aufwärtstrend in Frage stellen und einen weiteren Rückgang in Richtung der 1,3432 möglich machen.
Quelle: CFX-Broker
(hier können Sie die CFX-Trader-Handelsplattform kostenlos testen)