USA: Japanischer oder argentinischer Weg?
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 04. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Was wird mit der amerikanischen Wirtschaft in den nächsten Jahren passieren? Wir haben zwei Modelle – Japan und Argentinien. In Japan ist die Arbeitslosigkeit 14 Jahren nach dem Platzen der dortigen Spekulationsblase auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. Aber die Probleme Japans wurden durch das Kissen der Ersparnisse gedämpft. Und auch die schlimmste japanische Arbeitslosenrate seit 50 Jahren sieht immer noch besser aus als eine durchschnittliche nordamerikanische oder europäische Arbeitslosenrate.
Die New York Times schreibt über das Leben in Argentinien: "Einst sicher, fehlt den Argentiniern jetzt Essen und Hoffnung."
*** Meine Mutter (82 Jahre alt) ist vor kurzem von einer Reise in die USA (meine Familie und ich leben seit einigen Jahren in Frankreich) zurückgekehrt. Sie hatte dort Verwandte besucht und berichtete mir brühwarm den neuesten Tratsch.
"Das Leben ist für manche Leute echt hart, aber das zeigen sie nicht ... und bei anderen Leuten läuft alles gut, aber sie sind oft unglücklich. Ich bewundere Deine Schwester sehr. Oh, ich glaube, ich habe Dir noch nicht erzählt, was für schlimme Sachen in der Kirche Deines Schwagers passiert sind ..."
"Zuerst einmal hatte der Diakon etwas mit der Organistin ... oder war es die Kindergärtnerin? Jedenfalls mussten beide die Kirche verlassen ... was für Deinen Schwager nicht gerade einfach war. Dann gab es Ärger mit einigen Müttern ... deren Kinder er aus dem Gemeindehaus warf, weil sie zu laut waren ... und diese Mütter beschwerten sich über ihn öffentlich – in der Kirche. Sie schickten auch gehässige Emails an andere Mitglieder der Gemeinde. Und das nur wegen ein paar Kindern, die sich schlecht benommen hatten ... tja, jedenfalls hat dies Deinen Schwager sehr belastet."
"Tja, ich glaube, es ist einfacher, ein Unternehmen zu leiten – als eine Kirche. Zumindest kann man die Leute da einfacher rauswerfen ..."