USA: Auf dem Weg zum Polizeistaat?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 5. Januar 2012, 07:30 Uhr
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Mal sehen. Wenn man die Bill of Rights loswerden möchte, dann könnte man auch direkt das First Amendment loswerden wollen, und den ganzen Rest der in der US-Verfassung festgeschriebenen Menschenrechte. Keine Sorge, die Regierung kümmert sich drum. Ein anderes vorgeschlagenes Gesetz - SOPA - würde der Regierung die Macht geben, Internetseiten zu schließen, die diese nicht mag.
Ja, es kommt alles zusammen...
Fortgesetzte Kriege in Übersee. Ein Polizeistaat zu Hause. Immer mehr Ausgaben...um die Zombies zu unterstützen. Und was tut man, wenn das Geld ausgeht? Mehr drucken!
Industriezweige, die früher wirklich Gegenwert für Geld lieferten, sind korrumpiert worden. Jede macht ein Abkommen mit dem Teufel. Die Bildungsindustrie liefert sei 40 Jahren keine realen Zugewinne mehr - trotz massiven "Investitionen" öffentlicher und privater Mittel.
Die Gesundheitsindustrie liefert keine besseren Ergebnisse - gemessen an der Lebenserwartung - als Kuba, obwohl in den USA für Gesundheit pro Person 45 Mal so viel ausgegeben wird wie in Kuba.
Die Verteidigungsindustrie - mit den Ausgaben für das Imperium - kostet die Nation jetzt ungefähr 7% des BIP, und sie macht die USA wahrscheinlich weniger sicher als andere Länder, die einen geringeren Prozentsatz für ihr Militär ausgeben.
Wenn man das alles addiert, dann kommt man darauf, dass mehr als die Hälfte der US-Volkswirtschaft nun zombifiziert ist - und wenig oder nichts an realem Wert produziert. Und auch mehr als die Hälfte der Wähler sind nun von staatlichen Leistungen abhängig.
Und jetzt haben auch die Banker ihr Abkommen mit dem Teufel getroffen.
Es gab eine Zeit, in der Banken ehrliche Geschäfte waren. Die Banker nahmen Einlagen an und vergaben Kredite. Der Banker selbst war verantwortlich für Verluste. Wenn die Bank unterging, dann auch der Banker. Mehr als ein Banker, ruiniert durch Verluste, erschoss sich lieber, als die Peinlichkeit seiner eigenen Fehler einzugestehen.
Jetzt werden die Banken vom hellen Licht geschützt, durch staatliche Rettungsschirme. Sie können immer noch Geld verdienen - mehr als je zuvor. Aber jetzt arbeiten sie nicht mehr im privaten Sektor, wo sie Dienstleistungen anbieten, Gewinne machen und immer das Risiko fataler Verluste vor Augen haben. Jetzt sind die praktisch öffentliche Einrichtungen - wie Amtrak oder staatliche Postbüros.
Das Abkommen ist dieses: Die Regierung lässt inkompetente Banker im Geschäft...und die Banker helfen der Regierung, an Geld zu kommen.
Das ist auch die Botschaft der jüngsten "bailouts" in Europa. Banken sind nicht länger Unternehmen des privaten Sektors. Sie stellen nun öffentliche Dienstleistungen bereit. Im Gegenzug werden sie von ihren eigenen großen Fehlern geschützt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von von Schliefleiten (05.01. 2012 11:04 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, dass was Sie schreiben ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr nahe an der Realität was die Wirkung betrifft. Sie haben nur Ursache und Wirkung verdreht. Nicht der Staat hat die Banken unter Kontrolle, denn das wäre ja das Volk, sondern die Banke die Staaten und die Politiker als Vertreter der Staaten sind unter 100 prozentiger Kontrolle der Banken. Sie müssen genau hinsehen, dann können Sie auch erkennen wo die Macht liegt. Das Geplänkel an der Oberfläche dient nur zu Vernebelung und wie man liest und sieht, funktioniert es bestens. Die Macht liegt momentan noch bei dem der die Hoheit über das Geld hat und das ist weder der Staat noch die Politiker, sondern die Banken. Nationalbanken die nicht im Staatseigentum, sondern in privatem Besitz sind. Bitte sehen Sie genau hin bevor Sie mit ihren sonst guten Artikeln in die gleiche Falle tappen wie alle anderen Medien und zur Volksverblendung und Verdummung beitragen.
Antworten- Antwort von m haggenmacher (06.01. 2012 11:24 Uhr):
Danke, dass da auch mal wieder gesagt wäre. Ich hoffe inständig, dass Herr Bonner diese Wahrheit auch in seine Ueberlegungen einbezieht!
- Antwort von m haggenmacher (06.01. 2012 11:24 Uhr):
- Kommentar von Dipl Ing Theobald (05.01. 2012 11:26 Uhr):
Hallo, Herr Bonner, schön daß Sie als Amerikaner den Mut haben, diese Dinge zu sagen. Aber so bieder waren die Banker in der Vergangenheit auch nicht. Ihr Landsmann Stephen Zarlenga hat das Welt-Geld-Drama ja in "Mythos Geld" auch für den Laien erfaßbar zusammengestellt. Ergebnis: Seit eh und jeh Betrug der "Eliten" zu Lasten der Kleinen. Aber Sie sollten über die US-Gesetzesinitiative berichten, die die Entmachtung der FED zum Ziel hat und das Volk in seine Geldrechte einsetzen will. Brisanterweise liest man darüber in der deutschen Pressen eben so wenig wie über die Ablehnung des isländischen Volkes, die Haftung für die Bankenpleite zu übernehmen. Vermutlich wollen die deutsche Regierung und die zugehörigen "Eliten" keine schlafenden Volkshunde wecken.
Antworten- Antwort von m haggenmacher (06.01. 2012 11:27 Uhr):
Herr Bonner geht eigentlich nie direkt auf Kommentare ein. Was wissen Sie genaueres über diese Gesetzesinitiative? Es ist wahrlich an der Zeit, dass dieser Privatklup entmachtet wird.
- Antwort von m haggenmacher (06.01. 2012 11:27 Uhr):