US-Wirtschaftsdaten
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 14. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der US-Erzeugerpreisindex ist um 1,0 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,6 bis 0,8 % nach zuletzt 1,6 %. Die Kernrate ist um 0,5 % zurückgegangen. Erwartet wurde sie mit 0,0 bis +0,1 % nach +0,9 %. Dass die Erzeugerpreise immer weiter steigen, dürfte zum einen Folge des schwachen Dollars und zum anderen Folge des hohen Ölpreises sein.
Die US-Lagerbestände im Januar sind um 0,2 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 % nach zuvor noch +0,7 % (revidiert von +0,6 %).
Die US-Industrieproduktion ist um 0,1 % gestiegen. Erwartet wurden –0,1 bis +0,1 % nach zuvor noch +0,8 % (revidiert von +0,7 %).
Die US-Kapazitätsauslastung ist bei 75,6 % geblieben. Erwartet wurde eine Auslastung von 75,5 bis 75,7 % nach zuvor 75,6 % (revidiert von 75,7 %).
Diese drei Werte stagnieren im Prinzip. Eine Entwicklung ist hier demnach nicht abzulesen.
Die US-Leistungsbilanz für das vierte Quartal weist ein Defizit in Höhe von 136,9 Mrd. US-Dollar aus. Erwartet wurde ein Defizit in Höhe von 136,1 bis 136,5 Mrd. US-Dollar nach zuvor 126,3 Mrd. (revidiert von 127,0 Mrd.).
Das US-Leistungsbilanzdefizit weitet sich weiter aus. Die US-Wirtschaft wandelt auf ungesunden Pfaden. Hier ist keine Entspannung in Sicht.
Mit Spannung wurden der Index zur Verbraucherstimmung der Universtät Michigan für März 2003 erwartet.
Der Verbraucherstimmungsindex ist auf 75,0 zurückgegangen. Erwartet wurde der Index bei 78,0 bis 78,5 nach zuletzt 79,9.
Die Verbraucherstimmung ist ein Hinweis auf den zukünftigen Konsum. So schlechter die Stimmung, um so weniger werden die Verbraucher konsumieren. Konsum ist für die amerikanischen Wirtschaft der wichtigste Wachstumsfaktor. Im Moment sollte man jedoch angesichts des Irakkriegs diese Werte etwas mit Vorsicht betrachten. Trotzdem ein schlechtes Ergebnis.