US-Wahlen +++ Zum Thema "Anleihen"...
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 3. November 2010, 16:00 Uhr
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das war ein deutliches Zeichen in Richtung des amerikanischen Präsidenten. Wie vorauszusehen war, erhielt Herr Obama gestern die Quittung für sein Versagen, so zumindest aus Sicht der Wähler, welche ihn für die Verschlechterung ihrer eigenen Lage maßgeblich verantwortlich machen.
Und in der Tat trifft ihn auch einen großen Teil der Verantwortung, gab er sich doch Keynesianischen Phantasietheorien und Lobbywünschen hin anstatt ernsthaft die Ursachen der Krise anzugehen.
Die Republikaner haben klar triumphiert und auch einige Kandidaten der sog. "Tea-Party", wozu auch Rand Paul, ein Sohn des bekannten US-Kongressabgeordneten Ron Paul, gehört, fuhren Siege ein.
Zwar hört man aus dem republikanischen Lager immer wieder Sprüche wie "weniger Bürokratie, weniger Staat", etc. doch zeigt die Vergangenheit bereits, dass auch von republikanischer Seite solche Versprechungen meist nur leer sind und die Partei großteils mit wirtschaftlichen Analphabeten und lobbyhörigen Vollzugsrobotern korrumpiert ist.
Mit anderen Worten: Ich gehe nicht davon aus, dass es der republikanischen Mehrheit gelingen wird, Impulse zu setzen, welche Amerika aus der Krise führen.
Viel mehr gehe ich davon aus, dass es nun in den USA in vielen Bereichen eher zu einem vollständigen politischen Stillstand kommen dürfte und zahlreiche Probleme weiterhin ungelöst bleiben.
Für den Goldmarkt ist das tendentiell bullisch, für den durchschnittlichen amerikanischen Bürger jedoch sicher nicht.
Ein Wort noch zum Thema Anleihen
In letzter Zeit erhalte ich immer wieder Nachrichten, in denen ich gefragt werde, ob ich gute Anleihentipps hätte. Mal sollen es US-Anleihen sein, mal deutsche, mal etwas ganz exotisches.
Generell verneine ich sämtliche derartige Anfragen. Ich halte Anleihen als Assetklasse als mittel- und längerfristige Investments absolut ungeeignet. Natürlich gibt es vielleicht einzelne Rosinen in jeder Anlageklasse, aber das ist etwas für wirkliche Experten in dem Bereich. Das Risiko ist im Vergleich zu den Gewinnaussichten bei Anleihen aus meiner Sicht für die Masse der Anleger aktuell äußerst ungünstig.
Früher oder später werden die Zinsen steigen und der Bondmarkt nicht mehr zusehen, wie immer weiter Geld gedruckt wird. Möglicherweise sehen wir im Moment sogar einen Boden bzw. eine längere Wendeformation bei den langfristigen Zinsen.
Viel mehr würde ich in diesem Fall das "Gegenstück" empfehlen... Gold verbleibt im Aufwärtstrend und gerade dann, wenn die Zinsen auf Staatsanleihen wirklich nach oben wandern und ein starker Druck auf den Bondmarkt kommen und viel Kapital dort flüchten wird, dürfte auch Gold hiervon sicherlich sehr profitieren.
Beste Grüße
P.S.:
Nachdem ich unerwartet wenig Feedback zum Thema "Freigeld" erhielt, gehe ich davon aus, dass das Thema doch weniger Leute interessiert als angenommen und werde mich wieder mehr auf "naheliegendere" Dinge beschränken.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Jürgen Hiesinger (03.11. 2010 16:50 Uhr):
Feedback zum Thema "Freigeld" Sehr geehrter Herr Hahn, mit bedauern nehme ich Ihr Einstellen nach unerwartet wenig Feedback zum Thema "Freigeld" zur Kenntnis. Persönlich hielt ich den Artikel für sehr gut und eines Kommentars nicht würdig. MfG Jürgen
Antworten - Kommentar von Hans Vischer (03.11. 2010 17:10 Uhr):
Hallo Herr Hahn, das mit dem Freigeld ist schon interessant, aber sie haben schon das oder die Probleme genannt. In Göttingen gibt es auch eine Art Freigeld. Dort wird eben nur ein bestimmter Teil seines Geldes in diese Geldart getauscht, nämlich die Menge, die man voraussichtlich in kurzer Zeit "verbraucht". Die Möglichkeit, dass man auch einen Teil seines Geldes horten kann, meie ich sollte doch vorhanden sein. Das würde ein zweiteilung bedeuten. Vermutlich nicht machbar. Gruß H.Vischer
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