US-Wahl
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 4. November 2008, 10:30 Uhr
Liebe Leser,
heute ist es soweit. Bis tief in die europäische und wohl auch amerikanische Nacht werden Wählerstimmen ausgezählt und Hochrechnungen angestellt. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt (also heute Abend) bereits mit meiner Familie in einem Wellness-Hotel (was auch immer das heißen mag, hoffentlich gefällt es meinen Damen... einer großen und zwei kleinen), werde ich mir die "Show" nicht entgehen lassen.
Laut Umfragen liegt Obama vorne. Gewarnt sei allerdings vor dem "Bradley-Effekt"
Dieser Begriff ist zurückzuführen auf die Niederlage des Demokraten afro-amerikanischer Herkunft Tom Bradley bei der Wahl um das Gouverneursamt in Kalifornien im Jahre 1982. Damals lag Bradley in den Umfragen klar vorne (wie bislang Obama), hatte die Wahl aber denoch verloren. Eine vorsichtige und verbreitete Erklärung hierfür war, dass damals viele nicht-schwarze (also weiße) Amerikaner bei den Umfragen entweder keine Angaben machten oder aber eben nicht erklären wollten, dass sie gegen Bradley stimmen werden, weil dieser eben nicht weiß war.
In der anonymen Wahlkabine sah das dann ganz anders aus. Aus einem im Vorfeld augenscheinlichen Nicht-Wähler wurde auf einmal ein Wähler, der auf jeden Fall "nicht schwarz" wählte.
Meine politische Meinung hat in einem Börsendienst nicht sehr viel zu suchen. Aber sagen wir mal so: Ich hoffe, dass das amerikanische Volk seit 1982 dazu gelernt hat. Ich hoffe, dass es reif ist, für einen Wechsel (Change)
In ein paar Stunden wissen wir mehr.
So weit es mir möglich ist, werde ich mich hier im Investors Daily Update von meinem Urlaubsort melden.
Viel Erfolg an der Börse
Tom Firley