US-Notenbank enttäuscht
Profit Radar
vom 22. September 2011, 19:00 Uhr
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Zurückhaltung ist für die Stimmung der Investoren noch ein vornehmes Wort. Panik ist natürlich übertrieben. Doch der aktuelle Zinsentscheid der US-Notenbank wurde sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt sehr negativ aufgenommen.
Normalerweise sind niedrige Zinsen ein positives Signal für die Aktienmärkte, da durch niedrige Zinsen andere Anlagen außerhalb der Aktien unattraktiver werden. Doch hier kommt es eben auf die Begründung an.
Wenn die Fed die Zinsen mindestens bis Mitte 2013 auf einem „äußerst niedrigen Niveau" lassen will, dann ist das kein gutes Zeichen. Sie müssen sich vorstellen, bei einem Leitzins von 0,00% bis 0,25% bekommen Sie das Geld praktisch geschenkt.
Doch offensichtlich hat diese Geldspritze für die US-Wirtschaft die Börsen überhaupt nicht überzeugt, das zeigen die erneuten Kursrückgänge von heute. Hinzu kommt, dass auch die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt für keine Kauflaune gesorgt haben.
Zwar sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zurückgegangen, aber eben nicht so, wie erhofft worden ist. Konkret: Von einer Belebung des Arbeitsmarktes spricht man in den USA bei Erstanträgen von 375.000 pro Woche. Aktuell liegen wir aber bei 420.000.
Da muss sich Obama noch einiges einfallen, nicht nur um seine Wähler zu überzeugen, sondern auch die Börsen.
Gute Kurse wünscht
Volkmar Michler
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wilhelm Meier (23.09. 2011 02:29 Uhr):
Obama kann sich abstrampeln wie er will, die Republikaner werden nicht zulassen, dass er im Wahlkampf als 'Retter' der US-und Weltwirtschaft auftreten kann. Die wollen und werden ihn als 'Totengräber' in den Wahlkampf treiben. Erst nach den Wahlen wird in 2013 sich in den USA die Wirtschaft und Arbeitslosigkeit zum Besseren wenden.
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