US-Konjunkurdaten
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 14. Februar 2006 18:00 Uhr
ENL5454
Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im Januar mit einem Anstieg von 2,3 % deutlich stärker gestiegen als erwartet. Analysten dagegen nur mit einem Anstieg um 1,0 % gerechnet. Der Anstieg ist der stärkste seit Mai 2004!
Offenbar ist der Konsum in den USA entgegen den Erwartungen meiner zu bearishen Kollegen aus den USA immer noch nicht am Boden. Immerhin wurden im Januar saisonbereinigt 365,369 Mrd. Dollar umgesetzt.
Auch ohne KFZ stiegen die Umsätze um 2,2 %. Hier hatten die Analysten mit einem Zuwachs von 0,6 % gerechnet. Dieser Anstieg (ohne KFZ) ist immerhin der stärkste seit Dezember 1999! Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Tankstellenumsätze sich um 5,5 % erhöhten.
Aber auch ohne die Tankstellenumsätze stiegen die Einzelhandelsumsätze um 2 %.
Eine weitere Rekordzahl: Die Textilumsätze stiegen um 4,2 %, der höchste Anstieg seit Oktober 2002.
Wie gesagt, noch geht den amerikanischen Verbrauchern nicht die Lust am konsumieren aus.
Natürlich steigt dadurch auch wiederum der Inflationsdruck, denn wenn die Nachfrage ansteigt, können die Produzenten die Preise erhöhen.
Aus diesen Gründen wächst die Sorge, dass sich die Fed nach solchen zahlen veranlasst sehen könnte, die Zinsen doch noch weiter anzuheben.
Entsprechend uneinig reagierte zunächst der Markt. Doch eigentlich sind die Zahlen schon überzeugend.