US-Konjunkturdaten: Verbraucherstimmungs-Index der Universität Michigan auf Dienstag verschoben
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 15. August 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Etwas schmunzeln musste ich über den NY Empire State Index. Vielleicht erinnern Sie sich noch, dieser eigentlich nicht so bedeutende Index war im Juni explodiert und von 10,6 auf 22,6 Punkte hochgeschossen. Jubel an den Börsen.
Heute ist er wieder auf moderate 9,98 Punkte zurückgegangen. Das Tief dieses Index lag übrigens im April bei minus 20,20 Punkten. Werte über Null zeigen an, dass die Mehrheit der Unternehmen von einer Verbesserung der Bedingungen spricht. Offenbar lässt die Euphorie der letzten Monate deutlich nach. Aber dieser Wert ist überaus schwankungsfreudig und damit für sich genommen nicht besonders aussagekräftig. Damals nicht und heute auch nicht.
Die Verbraucherpreise steigen erneut um 0,2 % und liegen damit im Rahmen der Erwartungen. Auch die Kernrate legt um 0,2 % zu. Alles noch keine bedenklichen Werte. Die Reaktion an den Börsen nach diesen Zahlen fiel somit moderat aus.
Um 15.15 Uhr wurden die Daten zur US-Industrieproduktion veröffentlicht. Die Industrieproduktion ist um 0,5 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,1 bis 0,2 %.
Die US-Kapazitätsauslastung bleibt auf niedrigem Niveau bei 74,5 %. Erwartet wurde eine Auslastung von 74,4 bis 74,5 % nach zuvor 74,2 % (revidiert von 74,3 %).
Im Ganzen ein Non Event, obwohl der Anstieg der Industrieproduktion durchaus positiv zu bewerten ist.
Die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für August 2003 wurde wahrscheinlich aufgrund des Stromausfalls auf nächste Woche Dienstag verschoben. Ärgerlich, denn das wäre der sicherlich spannendste Moment am heutigen Tag gewesen.