Jochen Steffens in Investors Daily
vom
Die Zahl der Hausverkäufe ist auf 6,33 Mio. gesunken. Erwartet wurden 6,55 bis 6,60 Mio. Hausverkäufe nach zuletzt 6,60 Mio. (revidiert von 6,62 Mio.).
Und er schwächt sich zusehends weiter ab, der Immobilienmarkt.
Doch die Märkte reagierten auf den US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI), der im Juli auf minus 0,12 Punkte gesunken ist. Im Vormonat ist noch ein revidiertes Plus von 0,43 Punkten zu verzeichnen gewesen.
Ein CFNAI von Null signalisiert ein Wirtschaftswachstum am historischen Mittel. Ein Wert unter Null weist auf ein Wirtschaftswachstum unterhalb des historischen Mittels hin, ein positiver Wert weist auf ein durchschnittlich stärkeres Wachstum hin.
Einzig positiver Einfluss kam von den produktionsbasierten Indikatoren (plus 0,01) sowie von den Indikatoren zu Konsum und Wohnungswesen (plus 0,04). Die anderen Indikatoren lieferten negative Werte, unter anderem auch der Arbeitsmarkt mit einem deutlichen Minus von 0,17 Punkten.
Allerdings blieb der Dreimonatsschnitt noch immer im positiven Bereich, erst wenn diese unter Null absinkt, muss man mit rezessiven Tendenzen rechnen.
Die Sorge vor rezessiven Tendenzen in den USA nimmt zu. Auch wenn ich das hier bullish bewerte, der Markt reagiert im Moment höchst nervös.
Die Rohölvorräte sind in der vorangegangenen Woche um 600.000 Barrel gesunken, nach zuvor -1,6 Mio. Barrel. Die Benzinvorräte haben sich im Wochenvergleich um 400.000 Barrel ausgeweitet, nach zuletzt -2,3 Mio. Barrel. Die Vorräte an Destillaten die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche um 2,3 Mio. Barrel gewachsen, nach zuvor +800.000 Barrel.
Eigentlich müsste das den Markt positiv beeinflusst haben, doch der Markt reagiert weiter negativ. Das gefällt mir nicht. Mal schauen, wie sich die Amis nach 20 Uhr entwickeln.