US-Konjunkturdaten: Auftragseingänge brechen ein!
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 24. Mai 2006 18:00 Uhr
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Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist gegenüber dem Vormonat überraschend um 4,8% eingebrochen. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von nur 0,1% gerechnet. Der Vormonatswert wurde auf + 6,6% (nach 6,5%) revidiert.
Ohne den Transport wurde ein Minus von 1,1 gemeldet, nach plus 3,5% zuvor.
Für die Auftragseingänge ohne den Rüstungsbereich wurde ein Minus von 3,8% gemeldet, nach plus 6,3% im Vormonat. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, fielen im April um 6,0%.
Alles in allem sehr enttäuschend. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die US-Wirtschaft sich schon jetzt mehr abkühlt, als es einige wahrhaben wollen. Wenn man nun bedenkt, dass noch ca. 3 – 4 Zinserhöhungen von der Wirtschaft zu verdauen sind, dann wird es langsam Zeit, dass die Zinserhöhungen ausgesetzt werden. Zumindest für eine Weile, um zu beobachten, wie sich die letzten Zinserhöhungen auf die US-Wirtschaft auswirken.
Ich denke, der Markt wird genau das auch so spielen und ansteigen. Ich bin gespannt.
Die Rohölvorräte sind in der vorangegangenen Woche um 3,0 Mio. Barrel gesunken, nach zuvor -100.000 Barrel.
Die Benzinvorräte haben sich im Wochenvergleich um 2,1 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt Plus 1,3 Mio. Barrel.
Die Vorräte an Heizöl sind gegenüber der Vorwoche um 2,5 Mio. Barrel gewachsen.
Die Zahl der Hausverkäufe ist um 4,9 % auf 1,198 Mio. gestiegen. Erwartet wurden 1,110 bis 1,135 Mio. Hausverkäufe nach zuvor 1,142 Mio. (revidiert von 1,213 Mio.).
Die sinkenden Rohölvorräte wirkten sich etwas belastend aus, aber auch die Immobilienmarktdaten ließen die gerade wieder gestiegenen Hoffnungen auf nicht weiter steigende Zinsen etwas abflachen.
Ein typisches Patt, da muss man abwarten, was der Markt daraus macht...