US-Konjunktur - Harte und weiche Faktoren, Früh- und Spätindikatoren

in Wave Daily zum Thema Finanzkrise
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nachdem wir in den vergangenen Ausgaben des Wave Daily viele Unterstützungen in den Aktienindizes ausgemacht haben, die inzwischen auch zu einer beachtlichen Gegenbewegung geführt haben (+400 Punkte im Dow Jones in nur zwei Tagen) bleibt nur noch die Frage offen, ob denn auch die Konjunkturdaten Unterstützung bieten können.

Harte und weiche Faktoren, Früh- und Spätindikatoren

Hierzu schauen wir uns nun wieder die "harten Fakten" wie das BIP, die Auftragseingänge und die Produktion sowie den Arbeitsmarkt und den Immobilienmarkt an. Diese lassen sich in Frühindikatoren, wie zum Beispiel die Auftragseingänge, und in Spätindikatoren, wie den Arbeitsmarkt einteilen.


Dazu betrachten wir natürlich auch die "weichen Faktoren" wie die Stimmungsindikatoren, die auf Umfragen basieren und zu den Frühindikatoren zählen.

US-BIP nach unten revidiert

Werfen wir zunächst auf die harten Fakten und beginnen mit den Spätindikatoren.

Das Handelsministerium hatte bereits in der vergangenen Woche das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal nach unten korrigiert - auf 1,9 % nach zuvor geschätzten 2,2 %.


(Quelle: Markt-Daten.de) US-BIP

Dies wundert mich eigentlich kaum. Dennoch ist dieses Wachstum noch durchaus beeindruckend, dürfte aber im aktuellen Quartal schwächer ausfallen. Aber dies sollen uns die nachfolgenden Zahlen erst noch bestätigen oder eben das Gegenteil dieser Erwartung aufzeigen.

ADP-Arbeitsmarktbericht enttäuschte trotz Anstieg

Ebenfalls bereits in der letzten Woche wurden die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai bekanntgegeben.

Laut dem US-amerikanischen ADP Arbeitsmarktbericht der privaten Agentur Automatic Data Processing Inc. ("ADP National Employment Report") ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA im Mai um 133.000 gestiegen.

Da das Plus im Vormonat hatte bei nur 113.000 lag, hatten die Analysten zum einen deutlich mehr erwartet und zum anderen waren auch die Erwartungen an die offiziellen Arbeitsmarktdaten entsprechend hoch. Erwartet wurde ein Anstieg um 155.000 bis 175.000 neue Arbeitsplätze.

US-Arbeitsmarkt gab den Märkten den Rest

Als dann die Daten vom Arbeitsministerium am vergangenen Freitag um 14:30 Uhr nur mit einem Anstieg von gerade mal 69.000 in der Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft daherkam, gab der Dow Jones aus dem Stand 100 Punkten und der DAX auf dem bereits zuvor eingeschlagenen Weg nach Süden weitere 60 Punkte ab.

Der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen fiel so niedrig aus wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Zudem waren im März und April rund 50.000 Jobs weniger dazugekommen als zunächst ermittelt. Der Vormonatsanstieg wurde von 115.000 auf nun 77.000 nach unten revidiert.


(Quelle: Markt-Daten.de) Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA

Die Arbeitslosenquote stieg im Mai auf 8,2 von 8,1 %. Erwartet wurde die Quote mit 8,0 bis 8,1 %.


(Quelle: Markt-Daten.de) US-Arbeitslosenquote

Der Arbeitsmarkt in den USA gerät merklich ins Stocken. Aber werfen wir einen Blick auf die Industrie, denn wenn sich dort Wachstum abzeichnet, könnte auch der (nachlaufende) Arbeitsmarkt bald wieder in Schwung kommen.


von
Sven Weisenhaus
Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.

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