US-Immobiliensektor schwächelt weiter
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 6. Januar 2010, 08:30 Uhr
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die gesunkenen US-Bauausgaben von Montag indizieren einen schwachen Immobiliensektor. Gestern gab es eine weitere negative Datenüberraschung aus diesem Bereich. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe im November in den USA ist gegenüber dem Vormonat um 16,0 Prozent gesunken, während allgemein ein Rückgang von lediglich 2,0 Prozent erwatet wurde. Man muss schon fast sagen: eine gewohnt deutliche Verfehlung der Erwartungen im US-Immobilienbereich.
Dafür fielen die Auftragseingänge in den USA deutlich besser aus. Das US-Handelsministerium meldet für den Monat November einen Anstieg der Industrie-Auftragseingänge um 1,1 Prozent (Erwartung: 0,6 Prozent). In der Summe hatten wir gestern wie so oft in der letzten Zeit gemischte Daten und der Markt nutzte diese für eine Atempause. Insgesamt scheint er sich eher die positiven Daten herauszupicken und die negativen Seiten zu ignorieren. Ich bin gespannt, wie lange das gut geht. Heute Nachmittag folgt ein privater Arbeitsmarktbericht für die USA, der einen Vorgeschmack auf den wichtigen offiziellen Job-Report am Freitag liefert. Arbeitsmarkt und Immobiliensektor gelten als die Schlüsselbereiche für eine nachhaltige Konjunkturerholung.