US-Immobilienkrise: Es ist noch nicht vorbei
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 16. Oktober 2007 19:00 Uhr
ENL5454
Ich möchte heute noch mal auf die US-Immobilienkrise eingehen. Als Aufhänger nehme ich dazu eine Mail von Profit Radar-Lesaer Armand G.: „Guten Morgen, sehr geehrter Herr Wilhelmi, man kann sich Ihrer Meinung nur anschließen, dass wir den Boden noch nicht gesehen haben glaube ich auch. Vermutlich erleben wir auch nochmals eine Liquiditätskrise zwischen den Banken. Ein Aspekt geht dabei etwas unter. Wir in Europa sind auch nicht viel besser. Betrachten Sie mal Großbritannien, Spanien und auch Frankreich. Auch in diesen Immobilienmärkten können sie Blasenbildungen feststellen und das nicht zu knapp. Nur das ist wohl eine Information 2. Klasse und damit entsprechend selten in den Medien zu beobachten. Mit freundlichen Grüssen, Armand G.”
Eine clevere Beobachtung, Herr G.. In der Tat gibt es auch in Europa einige überhitzte Märkte. Ich bin kein Fachmann für den europäischen Immobilienmarkt, aber was ich von meinen Kontakten so höre, ist vor allem die Blase im spanischen Immobilienmarkt bis zum Anschlag gespannt. Aber kommen wir auf die USA zurück. Dort kenne ich mich aufgrund meiner Kontakte besser aus.
Grundsätzlich müssen Sie in den USA zwischen zwei verschiedenen Immobilienarten unterscheiden: Es gibt den Immobilienmarkt für den kommerziellen Gebrauch und den Markt für den privaten Gebrauch Der Business-Immobilienmarkt ist überhaupt nicht zusammengebrochen. Der hält sich sogar ganz gut. Was implodiert ist, ist der Immobilienmarkt für den privaten Gebrauch. Teilweise läuft der Business-Sektor sogar noch auf Hochtouren. Das wird auch noch ca. 1-2 Jahre anhalten.