US-Immobilien: Kein Grund zur Panik
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 16. März 2007 19:00 Uhr
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Hallo, ich bin es schon wieder. Diese Woche kriegen Sie aber auch nicht genug von mir. Ich habe den heutigen Profit Radar mit Volkmar Michler getauscht, der sich auf seinen heutigen Auftritt in der 3sat-Börse vorbereiten muss. Mir liegt es sehr am Herzen, Ihnen den heutigen Profit Radar zu schreiben. Denn meine Artikel über die Subprime-Lender hat einige von Ihnen in helle Panik versetzt.
Und es ist für mich inakzeptabel, Sie mit dieser Unsicherheit allein zu lassen. Mich haben Mails wie von Herrn Ralf B. erreicht und darauf möchte ich heute schnell eingehen, damit Sie beruhigt ins Wochenende gehen können.
Das Mail lautet: „Sehr geehrter Herr Wilhelmi! Natürlich kann aus der Immobilienkrise eine ausgewachsene Bankenkrise werden. Ich habe vier Garantiezertifikate und ein Win-Win-Zertifikat im Depot. Wenn … Goldman Sachs, Barclays und die WestLB dichtmachen, erleide ich einen Verlust von … Euro. Wann wäre es also an der Zeit, Zertifikate mit geringen Verlusten zu verkaufen, um Totalverluste zu vermeiden? Danke im voraus! Mit freundlichen Gruessen! Ralf B.“
Also, jetzt erst mal tief durchatmen. Ich war zwar einer der Ersten in Deutschland, der die Subprime-Story hier bekannt gemacht hat, aber meine Intention war es nicht, eine Panik oder Unsicherheit zu schüren. Ich wollte Sie lediglich auf eine gefährliche Entwicklung an den US-Börsen hinweisen. Wohlgemerkt: Gefährlich. Von existenzbedrohend war nie die Rede.
Damit zu der Frage: Hier macht niemand Pleite. Zumindest nicht von den großen, etablierten Banken. Mögliche Verluste in Hunderten von Millionen schmerzen zwar jede große Bank, aber dadurch gehen Goldman Sachs oder Barclays nicht in Konkurs. Und Goldman Sachs schon mal gar nicht. Denn die sind von allen Großbanken in dem Subprime-Sektor am wenigsten investiert. Goldman Sachs ist eine klassische Investmentbank und auf Private Equity, Kapitalanlagen und vor allem M&A spezialisiert.
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