US-High Techs: 1999/2000 kommt nicht wieder
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 1. September 2010, 19:00 Uhr
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Sehr viele Börsianer haben sich in der vergangenen Dekade gewundert: Warum sind die früher so geliebten High Tech-Aktien bis auf wenige Ausnahmen (wie Apple oder Baidu.com) ein crasser Underformer in den US-Märkten? Und das nun schon seit einem Jahrzehnt. Natürlich gibt es dafür viele Gründe:
Einige der Schwergewichte, wie beispieslweise Microsoft, sind über ihren Wachstumszenit hinaus und haben Börsenbewertungen erreicht, die wenig Luft für Steigerungen lassen. Es gab keine revolutuionären Entwicklungen, die einen neuen Technologieboom ausgelöst haben. Das stimmt, wobei einige neue Entwicklungen, wie Smartphones oder Clowd-Computing, durchaus gewaltige Entwicklungen sind.
Dann haben einige Branchen, wie beispielsweise die Biotechnologie, und einige große Firmen, wie Yahoo! Oder Ebay, in der vergangenen Dekade in ihren Entwicklungen enttäuscht. All diese Fakten sind richtig. Aber keiner der Fakten ist so bedeutend wie dieser: Es wurde nachhaltig Kapital abgzogen, weil High Tech-Aktien zu risikoreich sind.
Und wie Sie wissen, wird die Babyboomer-Generation ihre Risikobereitschaft in den kommenden Jahren reduzieren.
Deshalb kommt der gesamte Sektor nicht mehr richtig auf die Beine. Ja, es wird sicherlich einen neuen High Tech-Zyklus geben, wenn Unternehmen die lange aufgestauten Investitionen in ihre IT-Infrastruktur umsetzen.
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